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Schweizer Cup Der FCZ ist Cupsieger

Der FC Zürich hat den 89. Cupfinal in Bern gegen den FC Basel 2:0 nach Verlängerung gewonnen. Die Tore erzielte Mario Gavranovic in der 100. und 114. Minute.

Die Zürcher benötigten 120 Minuten, um den 89. Cupfinal für sich zu entscheiden. Mario Gavranovic erzielte in der 100. Minute nach Flanke von Jorge Teixeira per Kopf das 1:0. 14 Minuten später doppelte der Nationalstürmer auf Zuspiel von Yassine Chikhaoui nach. Gavranovic, der zuvor in 6 Spielen torlos geblieben war, sagte nach dem Abpfiff: «Es ist ein wunderbarer Tag.»

Legende: Video Schiedsrichter Graf zur umstrittenen Szene abspielen. Laufzeit 01:11 Minuten.
Aus sportaktuell vom 21.04.2014.

Yakins Kritik am Schiedsrichter

Anders als bei Gavranovic präsentierte sich die Gemütslage bei FCB-Coach Murat Yakin. Der 39-Jährige haderte mit dem Unparteiischen: «Offenbar nützt das Jammern, man kommt weit damit. Penalty oder nicht: Das war die entscheidende Szene.»

Schiedsrichter Patrick Graf hatte in der 97. Minute Giovanni Sio mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Graf taxierte ein Halten von FCZ-Verteidiger Teixeira im Strafraum als Schwalbe. Die Basler mussten die letzten rund 20 Minuten mit 9 Mann bestreiten. In der 65. Minute hatte bereits FCB-Verteidiger Gaston Sauro nach einer Notbremse gegen Franck Etoundi die rote Karte gesehen.

Cup-Fight vor mässiger Kulisse

In einer intensiven, aber taktisch geprägten 1. Halbzeit waren die ganz klaren Torchancen ausgeblieben. Das erwartete Tor-Spektakel nach dem 4:2-Sieg des FCB in der Meisterschaft am Mittwoch blieb zwar aus. Ab der 2. Hälfte entwickelte sich im mit gut 23'000 Zuschauern bei weitem nicht ausverkauften Stade de Suisse jedoch ein echter Cup-Fight.

Nach 90 Minuten stand es 0:0. Der FCZ hätte die Partie aber schon früher entscheiden können. Davide Chiumiento traf in der 82. Minute mit einem Weitschuss nur die Latte. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit scheiterte Gavranovic an Yann Sommer, den er später 2 Mal bezwingen sollte.

FCZ wahrt «Final-Nimbus» gegen Basel

Die Zürcher, die den Titel zuletzt 2000 und 2005 geholt hatten, feierten den 8. Cupsieg in der Klubhistorie. Auch im 4. Duell nach 1970, 1972 und 1973 ging der FCZ gegen Basel als Sieger vom Platz.

FCB-Coach Murat Yakin hingegen bleibt die Cup-Trophäe als Trainer auch im 3. Anlauf verwehrt. Im Vorjahr hatten sich die Bebbi gegen GC im Penaltyschiessen geschlagen geben müssen. 2012 verlor Yakin den Final mit Luzern gegen Basel.

178 Kommentare

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  • Kommentar von m.c., B.
    Was kann denn der Schiri dafür, dass sich Sio 98 Minuten (!) Zeit lässt ein Tor zu erzielen, und dann auf derart theatralische Art und Weise fallen lässt? Da hat er ja nur die 2 Möglichkeiten mit Weiterlaufen lassen oder Gelb wegen Betrug zu zeigen. Die 3. Möglichkeit, Freistoss (weil die Szene klar ausserhalb des SR beginnt), ist in so kurzer Zeit schwer zu erfassen und auszusprechen. So wie Stocker zum Penalty gegen den FCZ kam, so gab's jetzt halt das Gegenteil.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Ob Bschiss oder nicht, Tatsache ist, dass am Ende der FCZ gewonnen hat. Nicht vergessen: Der FCZ ist schon so viele Male durch falsche Schiri-Entscheide zurückgebunden worden, dass dieser Cupsieg mehr als verdient ist. Und wie sagen doch die Basler Fans immer wieder: Euer Neid ist für uns umso schöner, das Gleiche können wir auch den GC-Fans zurufen. - Was mir zu denken gibt: Nicht einmal der Cupfinal füllt noch ein Stadion, so wie auch das neue "Joggeli" fast nie mehr voll wird.
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    1. Antwort von peter hans, Basel
      @stump es sagt es ja niemand, aber eigentlich ist ja ziemlich peinlich, dass ausgerechnet der fcz dank dem schiedsrichter zu einem titel kommt. anders können die ja nichts holen.....war auch bei ihrem letzten meistertitel so. schämen sollte man sich da, und nicht grosse sprüche klopfen. ich gönne dem fcz den titel übrigens als fcb-fan. lächerlich und amüsant finde ich es trotzdem. und wie gesagt im grunde einfach nur sehr, sehr peinlich.;-)
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  • Kommentar von speaker, st.gallen
    Es gibt 2 Regeln welche die FIFA dringend wieder abschaffen muss. Zum einen die Doppelbestrafung Rote Karte und Elfmeter und zum anderen die gelben Karten wegen Schwalben. Es gibt nämlich viel zu viele Zweikämpfe, gerade auch auf internationaler Ebene, wo auf den ersten Blick wirklich nicht beurteilt werden kann, ob es ein Foul oder eine Schwalbe war. Zudem heisst es ja nicht,wenn es kein Foul war, dass es automatisch eine Schwalbe sein muss.
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    1. Antwort von M. Isaakson, St.Gallen
      Elfmeter = Wiedergutmachung fürs Zunichtemachen einer Torchance, Rote Karte = Strafe für den Täter. So gesehen ist das keine Doppelbestrafung, sondern 1x Konsequenz und 1x Strafe. Von mir aus könnte man noch unterscheiden zwischen "einfachem" Foul/Hands im Elfer und Foul/Hands zur Vereitelung einer Torchance. Gelb für Schwalbe muss auch bleiben - sonst wird dem Bschiss Tür und Tor geöffnet. Zudem kann ein Schiri ja auch weiterlaufen lassen - kein Foul, keine Schwalbe; normaler Zweikampf.
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