2:1 im Brügglifeld lässt Luzern von Europa träumen

Der FC Luzern hat dank einem 2:1-Sieg in Aarau 3 wertvolle Punkte im Kampf um die Europa-League-Plätze gewonnen. Das Heimteam war früh in Führung gegangen, musste nach dem Ausgleich kurz vor der Pause und einem Platzverweis gegen Sandro Bürki jedoch mitansehen, wie ihm die Felle noch davonschwammen.

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Zusammenfassung FC Aarau - FC Luzern

3:27 min, vom 16.4.2014

«Es wird ein harter Kampf - wie immer im Brügglifeld», hatte Luzerns Trainer Carlos Bernegger im Vorfeld verlauten lassen, und prompt geriet sein Team bereits nach 11 Minuten in Rückstand. Dante Senger hatte eine Flanke per Kopf zum 1:0 für die Hausherren verwertet.

Neuformierter FCL lange ohne Spielfluss

Als Kampfansage konnte die Reaktion der auf 5 Positionen veränderten Luzerner Formation jedoch nicht bezeichnet werden. Die Innerschweizer wirkten vielmehr ideenlos – bis Adrian Winter einen langen Ball in den Rücken der FCA-Abwehr zu Dario Lezcano köpfte.

Der mutige Weitschuss des Paraguayers wurde mit dem Ausgleichstreffer belohnt und der Spielverlauf somit nach 44 Minuten auf den Kopf gestellt. Tore kurz vor der Pause gelten bekanntlich als mental besonders wertvoll, und tatsächlich kam der FCL mit etwas mehr Elan aus der Kabine.

Harter Platzverweis bringt Umschwung

Es bedurfte allerdings einer äusserst streng gepfiffenen gelb-roten Karte gegen Aaraus Captain Sandro Burki (57.), bis die Gäste endgültig das Spieldiktat übernahmen. Rund eine Viertelstunde später schlug sich dies auch im Resultat nieder, als Dimitar Rangelov mit seinem 9. Saisontreffer zum 2:1 einnickte.

Gygax trifft nur die Latte

Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Schluss. Auch, weil Ex-FCL-Spieler Daniel Gygax 6 Minuten vor Spielende den Ball an die Lattenunterkante statt ins Tor hämmerte. Dank dem 2. Sieg in Folge darf in der Innerschweiz wieder vom europäischen Wettbewerb geträumt werden.