6 Tore, aber kein Sieger in St. Gallen

Ein Drama in 5 Akten: Der FC St. Gallen und Lugano haben sich in einem unterhaltsamen Spiel die Punkte geteilt. Die Partie endete 3:3.

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6 Tore in der AFG-Arena

6:33 min, aus sportpanorama vom 28.2.2016

Die knapp 11'000 Zuschauer in der AFG-Arena sahen ein spektakuläres und zugleich dramatisches Fussballspiel zwischen St. Gallen und Lugano. Die Partie endete mit 3:3 und brachte damit – wie im Drama so üblich – keinen Gewinner hervor.

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Bunjaku schiesst St. Gallen in Führung

0:58 min, vom 28.2.2016

1. Akt: Grosser Auftritt St. Gallen

Die Heimmannschaft legt los wie die Feuerwehr und liegt nach 17 Minuten mit 2 Toren in Front: Hauptdarsteller sind in dieser Phase St. Gallens Topskorer Danijel Aleksic und Albert Bunjaku, welcher zuvor seit August 2015 nicht mehr getroffen hat.

Lugano-Keeper Alex Valentini macht bei beiden Treffern keine gute Figur.

2. Akt: Lugano erwacht

Die beiden Gegentore wecken Lugano aus dem Tiefschlaf. Zunächst entsteht aus den Angriffen der Tessiner nichts Zählbares, dann trifft Domen Crnigoj in der 41. Minute. Danach ist Pause.

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Culina auf Sabbatini: Der Ausgleichstreffer zum 2:2

0:17 min, vom 28.2.2016

3. Akt: Spektakuläre Wende

Das Blatt wendet sich: Jonathan Sabbatini und Antonini Culina stellen die Partie innerhalb von 6 Minuten auf den Kopf. Besonders sehenswert ist der zwischenzeitliche Ausgleich: Culina legt mit dem Absatz für Sabbatini auf, welcher mit einem schönen Schlenzer reüssiert.

Culina selbst ist kurze Zeit später für die erstmalige Gästeführung besorgt: Er schliesst einen Konter perfekt ab. St. Gallen-Angreifer Edgar Salli hatte kurz zuvor den Ball aus 5 Metern mit der Hacke über das Lugano-Gehäuse gelupft.

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Traumfreistoss zum Endstand

0:22 min, vom 28.2.2016

4. Akt: Tritte und ein Traumtor

Die «Espen» erholen sich schnell vom Schock und drücken nun ihrerseits auf den Ausgleich. Gleichzeitig ist auch ein erhöhtes Mass an Aggression erkennbar: FCSG-Captain Martin Angha erhält nach einer bösen Grätsche gegen Culina die gelbe Karte. Auch Crnigoj sieht den gelben Karton – wegen Reklamierens. Den fälligen Freistoss verwandelt Aleksic sehenswert. Die Partie ist wieder ausgeglichen.

5. und letzter Akt: Der tragische Held

Das letzte Kapitel des Dramas macht Anastasios Donis zum tragischen Helden der Partie: Der Grieche in Diensten von Lugano setzt sich den Ball in der 82. Minute auf den Penaltypunkt. Roy Gelmi hatte zuvor Donis im Strafraum gelegt. Doch dem Gefoulten versagen die Nerven. Der Keeper der «Grün-Weissen», Daniel Lopar, pariert den Elfmeter und hält das 3:3 fest.