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Analyse des GC-Experten «Yakin hat die Mannschaft gedemütigt»

Bei der Trennung zwischen GC und Trainer Murat Yakin gab es laute Misstöne. Das sagt GC-Experte Peter Schnyder dazu.

Legende: Video Einschätzungen von GC-Experte Peter Schnyder abspielen. Laufzeit 2:31 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 10.04.2018.

Hoch geflogen, tief gefallen – so lässt sich die Zusammenarbeit zwischen GC und Murat Yakin zusammenfassen. Im August 2017 wurde der 43-Jährige auf dem GC-Campus regelrecht als Heilsbringer willkommen geheissen. Nur acht Monate später kam es zur geräuschvollen Trennung. Doch überraschend war sie nicht.

GC-Experte Peter Schnyder sagt: «Yakin verstand sich nicht mehr mit der Mannschaft, er verstand sich nicht mehr mit der Klubführung. Und auch die Resultate waren nicht mehr gut. Darum ist die Entlassung eigentlich nur logisch.»

Verheerende Interna aus dem Mannschaftschat

In den letzten Wochen drangen beinahe täglich neue Interna an die Öffentlichkeit. Nachdem Ex-Captain Milan Vilotic Yakin im Mannschaftschat angegriffen habe, «hat Yakin die Mannschaft gedemütigt, indem er gesagt hat, dass die eine Hälfte nicht lesen kann und die andere es nicht verstanden hat. Damit machte er sich angreifbar.»

Neben den zwischenmenschlichen Turbulenzen blieben unter Yakin auch die sportlichen Erfolge aus. Zwei Siege in neun Spielen im neuen Jahr sind zu wenig, nur gerade 4 Punkte beträgt der Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Nicht weniger als 7 Spieler wurden in der Winterpause abgegeben. Doch die Neuverpflichtungen stachen nicht, so Schnyder.

Bei GC haben mehrere Personen etwas zu sagen, das führt automatisch zu Machtkämpfen.
Autor: Peter Schnyder

In den letzten Jahren machte die Klubführung der Grasshoppers immer wieder mit Unstimmigkeiten neben dem Platz von sich reden. Nach dem geräuschvollen Abgang von Präsident André Dosé hat seit 2014 Stephan Anliker bei GC die Fäden in der Hand.

Vereinsstruktur als Problem

Doch Anliker hat nicht alleine das Sagen. Die Vereinsstruktur sei einer der Gründe, weshalb GC nicht zur Ruhe komme, glaubt Schnyder. Bei GC sei es nicht wie beim FCZ, bei Basel oder bei YB, wo nur eine Person Geld zahle und etwas zu sagen habe. «Bei GC sind es mehrere Personen, das führt automatisch zu Machtkämpfen», so Schnyder.

Mit dem Abgang von Yakin wird die Position von Sportchef und Interimscoach Mathias Walther gestärkt. Doch Schnyder sagt: «Man muss möglichst schnell einen neuen Trainer finden, damit man für den Abstiegskampf gewappnet ist.» Denn die Transfers von Walther seien nicht über alle Zweifel erhaben gewesen. Nun müsse er sich beweisen.

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 10.04.18, 06:00 Uhr

28 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Kreuter (PALLEKALLE)
    Na ja so schlecht ist die Idee nicht in Zürich einen Club zu etablieren der richtig gut wäre. Das würde dem Fussball in der gesamten Schweiz richtig gut tun. So wurschtelt man weiter und begnügt sich mit 15.ooo Zuschauern pro Spiel (wenn überhaupt). Übrigens WENDY - wenn Sie mal richtig guten Fussball sehen wollen fahren Sie ca. 200 km nach Norden in die Daimler-Benz Arena. Dort sind Sie inmitten von 55.000 Leuten und können guten BL - Fussball sehen.
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    1. Antwort von Wendy Mueller (Wendy E.)
      BL ist langweilig und ich als schweizer mag die deutschen einfach nicht. Die Engländer sind richtige fussballfans und es gibt auch genügend Frauen bei den spielen.In der BL ist es Männersache.
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    2. Antwort von Wendy Mueller (Wendy E.)
      Als erstens finde ich die BL langweilig, zweitens in Deutschland ist Fussball Männersache und in England gibt es min. gleich viele Frauen die sich für Fussball interessieren wie Männer und drittens es ist eine hammer atmosphäre wenn über 30,000 Fans Stimmung machen. Und ich könnte kein Spiel von keiner Mannschaft ein spiel anschauen für die ich nix empfinde. Gefühlsmässig.
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  • Kommentar von Paul Soltermann (ps)
    Wenn ich mich richtig erinnere hat die Erfolgsgeschichte der Thuner mit M.Yakin richtig begonnen.
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  • Kommentar von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
    Da wäre das System aus dem Wallis sogar noch besser. Da hasst zwar die ganze Schweiz das Oberhaupt(oder?), aber es gibt nur EINE Spitze
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    1. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Man sollte das Wort "Hass" nicht so inflationär nutzen, denn es verwässert dessen Bedeutung. Sion ist im Übrigen Tabellenletzter, ich würde daher dieses System nicht allzu sehr anpreisen. Wichtig ist nicht nur eine klar Führung, sondern auch die Fähigkeiten derer, welche führen sollen.
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