Aus Respekt: Yakin feiert noch nicht

Der achte Meistertitel seit der Jahrtausendwende ist dem FC Basel nur noch theoretisch zu entreissen. Doch Trainer Murat Yakin hat noch keine Lust, zu feiern. Der Respekt vor dem Gegner verbietet es ihm. Torschütze Fabian Frei freut sich derweil auf eine «interne Feier».

Ob GC-Trainer Uli Forte, dessen Captain Veroljub Salatic oder St. Gallens Coach Jeff Saibene: Alle gratulierten sie dem FC Basel nach der zweitletzten Runde zum Titelgewinn.

Doch Murat Yakin wollte davon nichts wissen: «Ich nehme Gratulationen nur für den heutigen Sieg entgegen. Wir müssen auch noch den letzten Match konzentriert in Angriff nehmen.» Solange das Titelrennen noch nicht definitiv entschieden sei, wolle er noch nicht feiern - «aus Respekt gegenüber allen anderen».

Keine Zweifel bei Frei

Innerhalb der Mannschaft dürfte es dennoch zu den ersten Feierlichkeiten kommen. «Ein, zwei oder drei Bier wird es schon geben», so der bestens gelaunte Torschütze Fabian Frei, «denn das haben wir uns verdient».

Die vielen englischen Wochen seien eine grosse Belastung gewesen, betonte Frei. «Die Batterien sind ehrlich gesagt leer. Aber ich habe nie daran gezweifelt, dass wir es schaffen. Wir wollten unbedingt auf den Barfüsser-Platz gehen können. Vor allem nach der Cupfinal-Niederlage.»

Forte: «Wir haben alles versucht»

Bei GC hielt sich die Enttäuschung in Grenzen, auch wenn man faktisch aus dem Meisterrennen gefallen ist. «Über die ganze Saison gesehen hat es Basel verdient. Wir haben alles versucht. Man muss herzlich gratulieren.»

Captain Salatic schloss sich den Gratulationen an und verwies darauf, dass GC eine «grossartige Saison» gespielt habe. «Ich muss dem ganzen Klub und der Mannschaft ein Kompliment machen. Es war fantastisch.»