Zum Inhalt springen

Super League Basel besiegt FCZ bei Frei-Abschied

Im letzten Spiel von Alex Frei hat der FC Basel im Klassiker den FC Zürich mit 3:1 bezwungen und damit die Führung an der Tabellenspitze behauptet. Frei traf dabei mittels herrlichem Freistoss zum zwischenzeitlichen 1:1.

Das Drehbuch für Alex Freis Abschied hätte nicht besser geschrieben werden können: Ein Freistoss in der 58. Minute von halblinks aus rund 25 Metern. Ein kurzer Anlauf. Ein Schuss und ein herrlicher Treffer direkt in den Winkel, wie er es schon dutzende Male gemacht hat und wie man es in der Schweiz trotzdem nur von Alex Frei kennt.

Es war dies der letzte Paukenschlag in der grossartigen Spielerkarriere von Frei. Denn nur wenige Minuten später liess sich der FCB-Angreifer auswechseln und beendete damit seine Laufbahn als Aktiv-Fussballer. Bereits am Montag wird er sein Amt als Sportchef beim FC Luzern antreten.

Umgestellte FCB-Formation

Wie schon bei der Verabschiedung vor der Partie gingen auch bei der Auswechslung von Frei die Emotionen hoch im St. Jakob-Park. Das Spiel selber riss aus Basler Sicht vor allem zu Beginn kaum zu Begeisterungsstürmen hin. Die gegenüber dem Europa-League-Auftritt am vergangenen Donnerstag gegen Tottenham auf 7 Positionen umgestellte FCB-Elf hatte sichtlich Mühe, in die Partie zu finden. Die fehlende Einsgespieltheit war augenscheinlich, für einmal griff das Rotationsprinzip von Trainer Murat Yakin nicht.

Das lag aber auch an einem FC Zürich, der sich vom Rummel um Frei «nicht aus dem Konzept bringen liess», wie es Josip Drmic später formulieren sollte. In einer chancenarmen 1. Halbzeit sorgte der Nachwuchs-Nationalspieler mit seinem Solo zum 1:0 in der 25. Minute für das sportliche Highlight. Erst düpierte er FCB-Innenverteidiger Fabian Schär an der Seitenlinie, dann liess er Torhüter Yann Sommer mit einer Körpertäuschung ins Leere grätschen, um anschliessend den Ball aus spitzestem Winkel ins Tor zu schiessen. «Erst wollte ich direkt abschliessen, glücklicherweise habe ich mich anders entschieden», so Drmic zur Halbzeitpause.

Basel dank Standards

Auch im 2. Durchgang kam der FCB erneut nur schwer in die Gänge. Bezeichnenderweise fielen die beiden Treffer zur Wende durch Standard-Situationen. Nach Freis Freistosstreffer brauchte es eine Intervention von Mathieu Béda gegen Valentin Stocker (87. Minute), welche einen strittigen Elfmeterpfiff zur Folge hatte. Schär liess sich nicht zweimal bitten und bügelte mit seinem Penaltytor den Fehler beim 0:1 wieder aus. Der eingewechselte Mohamed Salah sorgte in der Nachspielzeit mit dem 3:1 für eine Zugabe.

Der FCZ wurde indes für seinen Aufwand schlecht belohnt, war er doch über weite Strecken spielbestimmend gewesen. Doch Drmic, Maurice Brunner und Oliver Buff verpassten es zwischen der 67. und 76. Minute, die Limmatstädter erneut in Front zu schiessen. So griff die alte Binsenweisheit, wonach derjenige die Treffer kriegt, der sie nicht zuvor selber nicht gemacht hat.

33 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Kurt Peter, Muttenz
    Durch den Einsatz von Beni Huggel als Co-Kommentator bei Basel-Spielen verkommen die SRF-Live-Übertragungen zu Lachnummern. Es ist geradezu amüsant wie Huggel klar Abseits-Tore als korrekt, klare Schwalben als klare Elfmeter und Unsportlichkeiten als nichts herbeizureden versucht.... Sowohl für Huggel (der seinen Job ansich gar nicht so schlecht macht) und das SRF wäre es sicherlich ratsam, Huggel nicht mehr bei FCB-Spielen einzusetzen... Ausser man setzt mehr auf Komödie...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von E. FZEZET, Cham
    War das jetzt eine Zusammenfassung eines Spiels, welches für jede seriöse Sportredaktion Material für 20 Minuten + Interviews von Spielern, Schiedsrichtern, usw. + sorgfältige Analyse geboten hätte? Unsere Nachbarn machens vor. Schätze das SF im Prinzip doch in der Fussballberichterstattung, sowie Kommentation ist es leider einfach nur extrem schwach. Basel wie immer mal wieder (sind wir ehrlich) bevorzugt. Der Schiri lässt sich jeweils ganz klar vom grossen Liebling beeinflussen. Schade.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Dieter Lohmann, Basel
    Was sagte Muri Yakin als er noch Luzern-Trainer war: Basel wird von den Schiris klar bevorteilt. Und er hat recht. Das sage ich als FCB-Fan. Die Intervention von Beda war zwar naiv, doch er zieht die Beine zurück und jeder kann sehen, dass Stocker zuerst fällt und erst dann die Berührung stattfindet. Eine klare Schwalbe! Dass Beni Huggel die Schwalbe nicht gesehen haben will, ist wenig überraschend. Er hat ja schon die beiden Offsides gegen GC nicht gesehen...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von fc, basel
      Dass Basel bevorzugt wird, ist ja wohl übertrieben. Klar kann sich Beda nicht in Luft auflösen und wie bitte soll der Schiri erkennen ob eine Berührung stattfand... er hat keine Zeitlupe zur Verfügung!! Es sah ganz klar nach einem Foul aus... also richtige Entscheidung: Penalty! und Falls man 2 Offsides gegen GC gesehen hat muss man die Fussballregeln noch einmal verinnerlichen und sich die Tore GENAU ansehen!!!!!!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Dieter Lohmann, Basel
      Selbst Schiri- Chef Bertolini hat ja klar gesagt, dass beide Tore klar Abseits waren. Wer diese Abseits trotz Zeitlupe nicht erkennt, der hat die Abseitsregel nicht verstanden oder ist ganz einfach voreingenommen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von fc, basel
      beim 3:0 klares offside ok... das 4:0 knappes Offsides, welches sehr schwierig zum erkennen war... denn Stocker kommt an den Pass und nicht Streller, welcher klar im Abseits gestanden hätte
      Ablehnen den Kommentar ablehnen