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Super League Beinstellen, Drohungen, Zankereien – Constantins Sündenregister

Schon vor dem Vorfall mit Rolf Fringer war Sion-Präsident Christian Constantin immer wieder in handfeste Skandale verwickelt. Eine Chronologie.

Involviert
Legende: Immer involviert Sion-Präsident Christian Constantin bei einem Spiel 2013. Reuters
  • Dezember 2004: Nach dem Cup-Match gegen Kriens (2:2) ist Constantin in Rage. Er stellt Schiedsrichter Markus von Känel das Bein. Dessen Assistenten soll er gar in den Unterleib getreten haben. Diese Tat kann ihm nicht bewiesen werden. Das Amtsgericht Luzern-Land belegt ihn aber für den Zwischenfall mit Von Känel mit einer bedingten Geldstrafe von 24'500 Franken. Die Liga reagiert mit Sperre und Busse.
  • Oktober 2006: Die Episode hat Adel Chedli erst kürzlich im Westschweizer Fernsehen erzählt: Nach einer schwachen ersten Halbzeit gegen Aarau attackiert Constantin den tunesischen Mittelfeldspieler: «Du respektierst niemanden. Ich weiss nicht, wie dich deine Mutter erzogen hat.» Diese war zu diesem Zeitpunkt schwer krank, lag im Koma. Chedli reagiert mit einem Schuhwurf. Danach habe ihn Constantin in der Dusche besucht und ihm mit nicht druckreifen Worten bedroht. «Es ist nicht klug, dass du jetzt alleine bist...»
  • Mai 2013: Sion blamiert sich gegen GC (0:4). Ex-Nationalspieler Xavier Margairaz will danach dem Präsidenten an den Kragen: «Jetzt siehst du, was du angerichtet hast!» Vor laufenden Kameras stürmt Margairaz auf die Tribüne und kann gerade noch zurückgehalten werden.
Legende: Video «Margairaz will Constantin an die Gurgel» abspielen. Laufzeit 0:14 Minuten.
Vom 22.09.2017.
  • März 2016: Im Spiel gegen die Young Boys (2:2) fällt Schiedsrichter Sacha Amhof auf eine Schwalbe des Berner Stürmers Miralem Sulejmani herein. Constantin tobt, droht dem Referee mit einer Zivilklage, unterstellt ihm nicht nur Absicht, sondern deutet an, er sei korrupt. Er setzt sogar eine Belohnung von 25'000 Franken für Hinweise aus, welche die angebliche Bestechlichkeit des Unparteiischen belegen würden.
  • Mai 2017: Nach dem 1:1 gegen St. Gallen kommt es zum Handgemenge zwischen Geoffrey Bia und Constantin. Der belgische Spieler erklärt anderntags, warum er tätlich geworden war: Er warte seit sechs Monaten auf seinen Lohn. Ausserdem habe ihn der Präsident beleidigt und drohende Aussagen gemacht.

Sendebezug: SRF zwei, Super League Goool, 21.9.2017, 22:10

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