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Super League Chermiti köpfelt den FCZ zum Sieg

YB hat zum Abschluss der 10. Super-League-Runde zuhause gegen den FC Zürich mit 0:1 verloren. Amine Chermiti erzielte in einer hektischen Partie den einzigen Treffer nach 50 Minuten per Kopf.

Kurz vor Schluss brach im Stade de Suisse grosse Hektik aus: Nach einer Rudelbildung in der FCZ-Hälfte zeigte der österreichische Schiedsrichter Alexander Harkam dem Zürcher Davide Chiumiento wegen einer angeblichen Tätlichkeit die rote Karte. Allerdings hatte sich Chiumiento nichts zuschulden kommen lassen.

Schiedsrichter verteilt 14 Karten

Auslöser der unübersichtlichen Szene mit anschliessenden Rangeleien war ein Schubser von Marco Schönbächler gegen den Berner Marco Bürki. «Ich kann nicht begreifen, dass Bürki simuliert, nachdem ich ihn nur leicht berührt habe», sagte Schönbächler. «Das war auf jeden Fall eine komische Situation.»

Im Spiel, das am Ende 12 gelbe und 2 rote Karten gesehen hatte, mussten daraufhin rekordverdächtige 7 Minuten nachgespielt werden. In dieser Nachspielzeit kam YB dem 1:1 erstmals so richtig nahe, doch ein Kopfball von Steve von Bergen klatschte nur an die Lattenunterkante.

Legende: Video «Das Tor von Amine Chermiti («sportlive»)» abspielen. Laufzeit 0:31 Minuten.
Vom 29.09.2013.

Erstes Saisontor von Chermiti

So blieb der Treffer von Amine Chermiti in der 50. Minute der einzige des Tages: Nach einer Freistoss-Flanke von Pedro Henrique stieg der Tunesier höher als alle Gegenspieler und köpfelte den Ball wuchtig ins Netz. Für den FCZ-Stürmer war es das erste Tor in der laufenden Meisterschaft.

Die Young Boys kamen gegen die Gäste, die gegenüber der 1:2-Niederlage gegen Aarau auf 6 Positionen verändert und deutlich verbessert ins Spiel gegangen waren, nur selten zu gefährlichen Torchancen. Und nach einer äusserst harten gelb-roten Karte gegen Alain Rochat befand sich YB nach einer Stunde noch weiter in der Defensive.

Grosser Frust bei Forte

YB-Coach Uli Forte hatte sich ab diesem Platzverweis derart enerviert, dass er vom Schiedsrichter-Gespann auf die Tribüne geschickt wurde. Seine Mannschaft wartet nach 5 Saisonsiegen zum Saisonstart seit mittlerweile 5 Spielen auf einen Sieg. «Wir müssen weiter hart arbeiten. Momentan ist das Glück nicht auf unserer Seite», so die Stellungnahme von YB-Keeper Marco Wölfli.

Forte sah eine unglückliche Niederlage seiner Mannschaft: «Wir haben das Spiel dominiert.» Der «unverständliche» Platzverweis gegen Rochat habe das Spiel in eine komplett andere Bahn gelenkt, so der YB-Trainer. «Das war niemals eine gelb-rote Karte. Das habe ich dem Schiedsrichter-Assistenten auch mitgeteilt, deshalb wurde ich auf die Tribüne geschickt.»

FCZ hält Anschluss an Ligaspitze

Der FCZ dagegen wahrte mit dem vierten Saisonsieg (davon der dritte in Folge in der Fremde) den Anschluss an die Tabellenspitze. «Auswärts läuft es uns einfach besser», analysierte Schönbächler. «Dabei wollen wir eigentlich vor allem zuhause jedes Spiel gewinnen.»

41 Kommentare

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  • Kommentar von urs, thun
    forte auf der Tribüne zu sehen ist schön, er könnte ja weiterhin dort sein. den forte bringt yb nicht aus dem dreck. soll challandes kommen, dann habt ihr das ganze jahr Circus in Bern.
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  • Kommentar von Sevi, Jona
    Videobeweis --> Bürki gelb für Unsportlichkeit/Schwalbe. Mit Videobeweis wäre die ewige Schauspielerei und das peinliche Getue der Fussballer endlich vom Tisch. Dann könnte ich wieder Fussball schauen statt Theater.
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    1. Antwort von YB forever, Wankdorf
      Das wäre gut. Dann könnte man solche Durcheinander sofort auflösen. Es wäre grosse Hilfe für die Unparteiischen und alle könnten die Entscheide akzeptieren. Herr Bertolini, der die Leistung des Refs immer noch schönredet, sollte erkennen, was für einen Mist sein Schützling tatsächlich zusammengepfiffen hat. Das inkonsequente Ahnden von Fouls hüben und drüben hat letztlich zu dieser peinlichen Schlussphase geführt.
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  • Kommentar von Fabio Del Bianco, Spiez
    Zum Spiel als solches sage ich nichts! Die Leitung des Schiris war unprofessionell! Der Mann hatte KEIN pädagogisches Feingefühl. Die Körpersprache von ihm sagte aus: "Hallo ich bin der Chef... aber ich bin hoffnungslos überfordert". Durch seine ewigen Karten hat er ein unruhiges Spiel nur aggressiver gemacht. Statt die Spieler zu beruhigen, verteilt er einfach Karten, und glaubt so "Ruhe" in die Sache zu bringen. "Erzieherisch" ein absolutes "No Go"! Der Umgang mit Menschen soll gelernt sein!
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