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Super League Constantin: «Ich regelte die Sache, wie es Kinder tun»

Der Sion-Präsident rechtfertigt sich am Tag nach seiner Attacke auf Rolf Fringer. Und zeigt kaum Reue.

Legende: Video Christian Constantin attackiert Rolf Fringer abspielen. Laufzeit 02:36 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.09.2017.

Christian Constantin soll von Teleclub-Experte Rolf Fringer als Narzisst bezeichnet worden sein. Diese «Ehrverletzung» legitimierte den Sion-Präsidenten am Donnerstagabend nach eigenem Empfinden dazu, im Anschluss der Partie gegen Lugano zuzuschlagen.

Auf alle Fälle sagte Constantin am Tag danach gegenüber SRF, dass er zum tätlichen Übergriff stehe. «Ich kann nicht bedauern, was passiert ist.» Weiter führte der 60-Jährige aus, dass er die Sache geregelt habe, wie es eben Kinder tun würden.

Natürlich ist es nicht die beste Art so zu reagieren, aber man kann sich auch nicht immer beleidigen lassen.
Autor: Christian ConstantinPräsident FC Sion

Der Walliser holte gar noch zu weiteren Provokationen aus. Er sei froh, dass die Kameras bei seinem Ausraster dabei gewesen seien. Denn Teleclub hätte ihm nie die Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben: «Ich aber hatte die Beleidigungen und Verleumdungen seitens Fringer satt.»

Legende: Video Constantin über sein Verhältnis zu Fringer abspielen. Laufzeit 00:52 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 22.09.2017.

Cup-Spiel 2009 stand am Ursprung

Am Nachmittag äusserte sich Constantin in einer Medienkonferenz nochmals. Etwas abgeschwächter, aber immer noch bestimmt: «Natürlich ist es nicht die beste Art so zu reagieren, aber man kann sich auch nicht immer beleidigen lassen. Vielleicht habe ich etwas zu walliserisch reagiert.»

Die Differenzen hätten laut Constantin im März 2009 begonnen, als Sion den FC Luzern (damals mit Trainer Fringer) im Cup-Halbfinal nach Penaltyschiessen bezwang. Seither hätte Fringer etwas gegen ihn persönlich. Und die Beziehung habe sich in der Folge zusehends verschlechtert. Seit Fringer bei Teleclub arbeite, sei es noch schlimmer geworden, sagte Constantin.

Zuerst der Sohn, dann der Vater

Nach dem Spiel in Lugano habe sein Sohn Barthélémy Fringer davor gewarnt, weiter schlecht vom Präsidenten zu reden. Als dieser geantwortet habe, er habe nichts gesagt, sei ihm klar geworden, «dass ich ihm die Erinnerung auffrischen muss».

Sonst könne er nichts Schlechtes über Fringer sagen, man habe sogar noch gegeneinander gespielt, als dieser bei Chênois war. Auch als Nationaltrainer habe man ihn immer unterstützt.

Constantin stellte wie schon zuvor in Aussicht, dass er gegen Fringer eine Verleumdungsklage wegen dessen Aussagen in TV-Sendungen einreichen werde. Im Gegenzug nimmt er an, dass Fringer seinerseits eine Zivilklage beantragen wird. Zudem erwartet Constantin ein Verfahren der Liga.

Sendebezug: SRF zwei, Super League – Goool, 21.09.2017 22:10

49 Kommentare

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  • Kommentar von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
    Er sieht aus 70, er denkt wie ein 10-jähriger, und er verhält sich wie ein 5-jähriger...
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Dieser "Walliser-Fussball-Halbgott" sollte nach seinem erneuten tätlichen Ausflippen sich einmal ganz neutral im "Spiegel" beobachten: Als Walliser spricht er als (wichtige) Sport-Figur nie ein Wort deutsch! Schon diese Sturheit eines (offenbar sehr reichen) Bewohners in einem zweisprachigen Kanton, qualifiziert ein Mensch klar und deutlich als "Egoist", der glaubt, sich alles erlauben zu dürfen! Solche überhebliche "Geldgeber" und Präsidenten braucht der Massensport "Fussball" nicht!
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    1. Antwort von Peter Oberholzer (peteroberholzer)
      Anhand der mindestens drei Grammatikfehler in Ihrem Beitrag bezweifle ich auch Ihre Deutschkenntnisse, lieber Herr Bolliger...
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    2. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Ihre "Schulmeisterei" in Ehren, Herr Oberholzer, aber was hat Ihr Beitrag mit dem schändlichen Verhalten des "Rüppels" im Fussball-Sport zu tun? Zu Ihren gefundenen Grammatikfehler nur dies: Mir wären schlechte Deutschkenntnisse beim Halbgott Constantin viel sympathischer und kein Problem, als seine sture Verweigerung (oder Unkenntnisse der deutschen Sprache!), als Walliser und wichtigster Mann des FC Sitten nie ein Wort "deutsch" zu sprechen!
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  • Kommentar von Dani Queren (Queren)
    Ein Sport auf dem Höhepunkt seiner Widerlichkeit. Und diesem Schrott sollten wir dann noch zujubeln.
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