Darum tragen die Super-League-Goalies keinen Unterleib-Schutz

Glanzparade! Wie parieren die SL-Torhüter vor dem Rückrundenstart unsere Fragen? Teil I mit St. Gallen, GC und Vaduz.

Basels Vaclik krallt sich den Ball

Bildlegende: Ein harter Job Die Goalies in der Super League müssen einiges einstecken können. Keystone

Der Grad zwischen Held und Depp im Fussball ist schmal – davon wissen vor allem die Torhüter ein Lied zu singen. Wenn sie solide Arbeit abliefern, bleibt dies zumeist unerwähnt. Unterläuft ihnen aber ein Fehler, wird mit Kritik nicht gespart.

Ab dem Wochenende stehen die Goalies wieder im Fokus, der Ball rollt wieder in der Super League. Zunächst gilt es noch 3 Fragen zu beantworten. Im ersten Teil an der Reihe: Daniel Lopar, Vaso Vasic/Joël Mall und Peter Jehle.

    • 1.
      Was können Sie von der Nummer 2 noch lernen?
      Daniel Lopar.

      Bildlegende: Daniel Lopar. EQ Images

      • Daniel Lopar (St. Gallen): «Es geht weniger darum, etwas voneinander zu lernen, sondern sich gegenseitig zu unterstützen und auch zu pushen. Konkurrenz belebt das Geschäft auch im Tor.»
      • Vaso Vasic (GC)*: «Die Goalie-Position ist sehr facettenreich, so dass man von jedem Goalie-Kollegen etwas lernen kann.»
      • Peter Jehle (Vaduz): «Oliver Klaus hat ein junges Unternehmen, welches auf Reinigungen spezialisiert ist. Meine Reinigungskünste sind hingegen noch stark ausbaufähig aber ich darf mir jederzeit wertvolle Tipps bei meinem Mannschaftskollegen Klaus einholen.»
    • 2.
      Weshalb tragen Fussball-Keeper keinen Unterleib-Schutz?
      Peter Jehle

      Bildlegende: Peter Jehle Keystone

      • Lopar: «Ich weiss nicht, ob kein Fussball-Torhüter einen solchen Schutz trägt, ich persönlich trage keinen. Ich habe mich auch noch nie ernsthaft damit auseinander gesetzt.»
      • Joël Mall*: «Weil wir den Ball mit den Händen abwehren. Zudem sind wir hart im Nehmen (lacht).»
      • Jehle: «Sehr gute Frage, ich denke die Gerüchte scheinen sich zu bewahrheiten. Wir Torhüter finden schlicht keinen Unterleibschutz, der uns passt.»
    • 3.
      Wieso stehen Sie freiwillig zwischen den Pfosten?
      Vaso Vasic.

      Bildlegende: Vaso Vasic. EQ Images

      • Lopar: «Ich denke, mit den Füssen bin ich auch nicht so schlecht. Aber es braucht halt auch jemanden, der zwischen den Pfosten steht und dort einen guten Job macht.»
      • Vasic*: «Ich war ca. 10 Jahre alt und kickte bei YF Juventus. Im Laufe der Saison verliess uns unser Goalie. Als ein Turnier anstand, stellte der Trainer mich ins Tor – und wir gewannen. Kurz darauf wechselte ich zum FC Birr, denn mein Vater wollte nicht, dass ich Torwart werde. Ein Jahr später kehrte ich zu YF zurück, wo man mich erneut ins Tor stellte. Nun fand auch mein Vater, dass ich da gut aufgehoben sei.»
      • Jehle: «Ganz einfach, ich habe zwei ältere Brüder, wer musste wohl zwischen die Pfosten bei uns zu Hause?»

* Bei GC beantworteten beide Torhüter unsere Fragen. Zum Zeitpunkt der Umfrage war gemäss der Klub-Medienstelle noch nicht klar, wer in der Rückrunde die Nummer 1 sein wird. Wir haben jeweils eine Antwort ausgewählt.