Der FCB und die Erinnerungen an 2006

Der FC Basel hat am vergangenen Sonntag wegen der Last-Minute-Niederlage bei GC die erste Chance zum vorzeitigen Titelgewinn nicht nutzen können. Dennoch spricht immer noch (fast) alles für den FCB. Wenn da nicht die Erinnerungen an 2006 wären.

Geht den Baslern wie bereits 2006 im Schlussspurt die Puste aus?

Bildlegende: Spannung Geht den Baslern wie bereits 2006 im Schlussspurt die Puste aus? Keystone

6 Punkte betrug der Vorsprung des FC Basel auf GC 3 Runden vor Saisonende. Mit dem grossen Triumph vor Augen versagten Marco Streller und Co. im Direktduell aber die Nerven. Obwohl man sich am Rheinknie weiterhin gelassen und optimistisch gibt, dürften zumindest bei den Fans schmerzhafte Erinnerungen an das Jahr 2006 aufkommen.

Der fatale Ausrutscher in Bern

Vor 7 Jahren präsentierte sich die Ausgangslage für Basel ähnlich. Damals betrug der Vorsprung der Mannschaft von Christian Gross auf den zweitplatzierten FC Zürich noch 2 Runden vor Schluss 6 Zähler. Und wie in der aktuellen Saison stand zunächst das Gastspiel bei YB auf dem Programm. Der FCB kassierte gegen die Berner eine 2:4-Pleite, der FCZ rückte bis auf 3 Punkte an den Leader heran.

Der Schock im Meisterschafts-Final

Nur 3 Tage später folgte im St. Jakob-Park die Partie, die in die Schweizer Fussball-Geschichte einging. Iulian Filipescu schoss den FCZ in der 93. Minute in extremis noch zur Meisterschaft. Im Gegensatz zu 2006 kommt es 2013 nicht zu einem abschliessenden Direktduell, dennoch gibt es eine Parallele zu damals: Auch heute rechnet kaum jemand damit, dass Basel den Titel noch aus der Hand geben wird.

Nervenflattern beim FCB?

Dass es in der entscheidenden Meisterschafts-Phase allerdings auch bei Basel zum Nervenflattern kommen kann, weiss der ehemalige FCZ-Captain Marc Schneider, der 2006 den Pokal in Empfang nehmen konnte. «Mit dem Titel vor Augen gehen die Bälle plötzlich nicht mehr so einfach rein. Es wird immer enger und der emotionale Vorteil liegt plötzlich beim Konkurrenten.»