Episoden einer Karriere: Wenn Streller das leere Tor nicht trifft

Marco Strellers Rücktrittsankündigung hat hohe Wellen geschlagen. Im «sportpanorama» blickte der Basel-Captain auf 4 Episoden in seiner Karriere zurück – und begab sich dabei auch aufs Glatteis.

Marco Streller in Eishockey-Montur.

Bildlegende: Sportart gewechselt Marco Streller wagte auch schon den Schritt aufs Eis - mit wenig Erfolg. SRF

Die Basler Maske, sein Tor in der Champions League gegen Manchester United, sein Fehlschuss auf dem Eis vor dem leeren Tor und der Rücktritt von Benjamin Huggel: von 4 Episoden aus Marco Strellers Karriere.

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«Hätte die Maske behalten sollen»

1:21 min, vom 8.3.2015

Episode 1: Das Phantom des FC Basel

Ende 2012 muss Streller aufgrund eines Nasenbeinbruchs mehrere Partien mit einer Maske bestreiten. Designt in den Farben des Basler Kantonswappens und geziert mit dem Basler Stab. Nach seinem Treffer gegen YB jubelt er im Stil des Phantoms der Oper. «An meinem Tanz kann man sicher noch arbeiten», gesteht er mit einem Schmunzeln. «Aber es gab eine Phase, in der ich in jedem Spiel mit Maske getroffen habe.»

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«Das kenne ich sonst nur von Ronaldo und Romario»

1:15 min, vom 8.3.2015

Episode 2: Das Tor gegen das grosse Manchester

2011 gelingt Basel eine der grössten Sensationen: Der FCB setzt sich im letzten Gruppenspiel der Champions League zuhause gegen Manchester United mit 2:1 durch und qualifiziert sich für die Achtelfinals. Die «Red Devils», denen ein Unentschieden gereicht hätte, scheiden aus. Streller ist für den Führungstreffer in der 9. Minute besorgt. «Das war ein ganz spezielles Spiel. Die Stimmung im Stadion war unglaublich. Es war ein ganz grosser Exploit von uns», erinnert sich Streller.

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«Ich war nicht ganz nüchtern»

0:47 min, vom 8.3.2015

Episode 3: Nicht ganz nüchtern auf dem Eis

Das Toreschiessen auf dem Rasen fiel Streller deutlich leichter als auf dem Eis. Das beweist seine Einlage am Spengler Cup 2005, als er sich in der Drittelspause der Partie zwischen Davos und Team Canada in voller Eishockey-Montur auf das Eis wagt. Auf Pass von Philipp Degen hätte er den Puck im leeren Tor unterbringen sollen. Doch Streller bringt das Kunststück fertig, den Puck an den Pfosten zu setzen. «Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht ganz nüchtern war», gibt er lachend zu.

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«Sah Huggel fast mehr als meine eigene Frau»

1:13 min, vom 8.3.2015

Episode 4: Der emotionale Abschied von Benjamin Huggel

Im Mai 2012 absolviert Benjamin Huggel sein letztes Profispiel. Beim Abschied im St. Jakob-Park fliessen nicht nur bei Streller die Tränen. «Beni und mich verbindet eine grosse Freundschaft. Wir haben so viel Zeit miteinander verbracht, ich habe ihn fast mehr gesehen als meine eigene Frau», meint Streller, der Patenonkel von Huggels Tochter ist. «Sein Rücktritt hat mein Herz tief berührt.»

Sendebezug: SRF zwei, «sportpanorama», 08.03.2015, 18:15 Uhr