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Super League FCZ gewinnt hitziges Stadtderby

Der FC Zürich hat in der 21. Super-League-Runde den 12. Saisonsieg gefeiert. Das Team von Urs Meier bezwang im Letzigrund die Grasshoppers mit 2:0 und entschied damit auch das 3. Zürcher Derby der Saison zu seinen Gunsten.

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Verfolgen Sie das Spitzenduell der Super League zwischen dem YB und dem FC Basel am Sonntag ab 15:45 Uhr live auf SRF zwei und auf www.srf.ch/sport.

Heftige Ausschreitungen

Auch neben dem Spielfeld erhitzten sich in Zürich die Gemüter. Rund um das Derby kam es zu heftigen Fan-Ausschreitungen mit der Polizei. Es gab 9 vorläufige Festnahmen, 3 Personen wurden leicht verletzt. Der Marsch der FCZ-Fans habe gestoppt und eingekesselt werden müssen, teilte die Stadtpolizei mit. Die Südkurve blieb deshalb weitgehend leer.

GC-Akteur Michael Dingsdag spielte keine Viertelstunde gegen den FC Zürich – und dennoch sollte der 32-Jährige Abwehrspieler eine tragende Rolle im 240. Limmatstadt-Derby einnehmen.

Es lief die 15. Minute, als der Holländer bei der Mittellinie durch Zürichs Yassine Chikhaoui zu Fall kam und auf dem Rücken liegend gegen den Tunesier nachtrat. Schiedsrichter Adrien Jaccottet zeigte Dingsdag Rot und Chikhaoui Gelb. Eine Szene ebenso unnötig wie vorentscheidend für die Partie.

Emotionales Derby

Mit einem Mann mehr übernahm der FCZ bald die Überhand. Es entwickelte sich eine emotionale Partie mit hitziger Derbystimmung. Die Grasshoppers wehrten sich zwar nach Kräften, je länger je mehr konnten sie den personellen Nachteil aber nicht durch Einsatz wettmachen.

Doppelschlag nach der Pause

Der FCZ schaffte es erst nach dem Seitenwechsel, die Überzahl in Tore umzumünzen. Zuerst traf Asmir Kajevic mit seinem 1. Saisontreffer zur Führung (52.), kurz darauf erhöhte Amine Chermiti (63.) zum 2:0. Der Tunesier umtanzte GC-Keeper Vaso Vasic und sorgte mit seinem Treffer für den spielerischen Höhepunkt des Abends.

GC wartet weiter

Nach dem 0:1 am 1. Spieltag und der 1:3-Niederlage im Oktober warten die Grasshoppers seit über 10 Monaten auf einen Sieg gegen den Stadtrivalen. Mit der 4. Niederlage in Serie - der 3. unter dem neuen Trainer Pierluigi Tami - verpasste es GC zudem in der Tabelle vorübergehend an Vaduz vorbeizuziehen.

Der FC Zürich ist dank dem Sieg mit momentan 6 Punkten Rückstand erster Verfolger von Leader Basel. Der Meister tritt am Sonntag auswärts bei den Young Boys an.

Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 21.02.2015, 20:03 Uhr

20 Kommentare

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  • Kommentar von Severin Studer, Zürich
    Kann mir bitte jemand erklären, wie und wann Ref Jaccottet ein Nachtreten gesehen hätte? Mit sehr viel Fantasie ist ein Nachtreten eventuell zu sehen ja. Schön, dass GC wieder gegen 12 Mann spielen musste. Sollte keine Ausrede für GCs shwaches Spiel sein, aber solch einschneidende Entscheide vom Ref sollten fast schon unter Strafe gesetzt werden.
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  • Kommentar von Hans Vader, Luzern
    Und wieder einmal sieht man Nutzen des Hooligankonkordates, nämlich keinen.
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  • Kommentar von Thomas Ceskutti, Kloten
    Zürich ist zu klein für zwei Vereine in der NLA. Wann kommt endlich eine Fusion der beiden Stadtzürcher Clubs ? Ein neues Stadion mit Zürich United und Basel kann sich warm anziehen!
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Eine Fusion würde von beiden Fan-Lagern nie akzeptiert, dafür ist die Feindschaft viel zu gross. Noch vor 20 Jahren stand GC jahrelang ganz oben, während der FCZ fast unterging. Das zeigte sich auch daran, dass in den Sportgeschäften fast nur GC-Fanartikel gekauft werden konnten. Ein damaliger GC-Präsident sagte ähnliche Worte wie Sie: Zürich ist zu klein für zwei A-Vereine, der FCZ sollte besser im B spielen. Und heute? Aber es stimmt: Beide sind im Vergleich zum FCB armselig dran.
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    2. Antwort von patrick weber, Zürich
      Um ehrlich zu sein: auf diese Fans kann ich gerne verzichten, randalieren, petardenwürfe, schlägereien und sonstige niveaulosigkeiten. Zürich ist halt im gegensatz zu Basel sportgesättigt. Will heissen dass wir in jeder einigermassen grossen Sportart mindestens einen Verein in der Stadt haben, in Basel gibts halt nur Fussball. Fusionieren, sanieren und dann Meister werden, die Fans kommen bei Erfolg dann schon wieder ins Stadion
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