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Super League FCZ-Horrorszenario tritt ein

Lugano bleibt auf der Ziellinie cool und kommt zu einem lockeren 3:0 gegen St. Gallen. Darum rettet auch ein 3:1-Heimsieg über Vaduz den FCZ nicht mehr vor dem Abstieg.

  • Letzte Saison Rang 3 – nun steigt Zürich erstmals seit 1988 wieder ab
  • Der FCZ kommt in dieser Meisterschaft auf nur 7 Siege und total 34 Punkte
  • St. Gallens vermeintliche Schützenhilfe löst sich früh in Rauch auf (0:3 in Lugano)

«Im Fussball ist das Prinzip Hoffnung nie gut», warnte SRF-Experte Benjamin Huggel vor dem Anpfiff. Er spielte darauf an, dass der mit einem Punkt Rückstand in den Abstiegs-Showdown gestartete FCZ das Schicksal in der Schlussrunde nicht mehr in den eigenen Füssen hatte.

Prompt wurde diese letzte leise Zürcher Hoffnung früh geknickt. Denn im Cornaredo lief die Partie für den Rivalen Lugano gegen formschwache St. Galler mit dem Wunschszenario an.

Legende: Video Doppelpack: Lugano sorgt früh für klare Verhältnisse abspielen. Laufzeit 01:02 Minuten.
Aus sportlive vom 25.05.2016.
  • 4. Minute: Nach einem rasant vorgetragenen Angriff über mehrere Stationen zieht Domen Crnigoj unbedrängt zum 1:0 ab.
  • 11. Minute: Martin Angha holt Anastasios Donis im Strafraum von den Beinen. Mattia Bottani lässt beim Foulpenalty Marcel Herzog keine Chance.

Damit war die Luft in diesem Fernduell gegen den Fall in die Challenge League früh draussen. Denn St. Gallen brachte in der Kehrauspartie, die es für das Zinnbauer-Team war, keine Energie mehr auf. Stattdessen erhöhte eine Viertelstunde vor Schluss Donis auf 3:0. Somit hält der letztjährige Aufsteiger die Klasse – auf Kosten des FC Zürich. Auf den Rängen kam Applaus von den Schweizer Nationalspielern, die mit Vladimir Petkovic Zaungast waren.

Ein Abschied mit Anstand

Die Stadtzürcher dagegen erhalten die schmerzhafte Quittung für eine unrühmliche Saison – zuletzt waren sie 1988 für 2 Jahre zweitklassig. Immerhin: Bei der Abschiedsvorstellung bewies die Elf von Uli Forte, der erst vor 3 Spieltagen als Feuerwehrmann zur Hilfe geeilt war, Charakter.

Legende: Video Forte vor dem abgebrochenen Interview: «Mir hat die Zeit gefehlt» abspielen. Laufzeit 00:48 Minuten.
Aus sportlive vom 25.05.2016.

Im eigenen Stadion kam der FCZ vor knapp 16'000 Zuschauern in einer ereignisreichen 2. Halbzeit gegen Vaduz vom 0:1 zum 3:1. Ivan Kecojevic (67.), Oliver Buff (69.) und Philippe Koch (76.) bewiesen, dass die Mannschaft noch am Leben ist.

Es war dies das Ende von 9 sieglosen Partien in Folge – aber gleichzeitig das abrupte Ende der letzten Hoffnung. In 4 Tagen muss der gefallene 12-fache Schweizer Meister zurück auf den Beinen sein, wenn er ausgerechnet Lugano zum Cupfinal erwartet.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 25.05.2016 20:00 Uhr

46 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Bänziger, D 71277 Rutesheim
    Der FCZ ist zuerst selber Schuld, daß er in die 2. Liga absteigen muss. Nicht weil er die schwächste Mannschaft hat, sondern weil er hauseigene Probleme hatte, die niemand in den Griff bekam. Für die 1. Liga ist es natürlich schlecht, dass der FCZ absteigt. Die Vereine ausser Basel sind wirtschaftlich so aufgestellt, daß sie auf die Zuschauer die der FCZ mobilisiert, angewiesen sind. Für mich ist es deshalb nicht nachvollziehbar, warum St. Gallen und GC-Vaduz so desolat aufgetreten sind.
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  • Kommentar von Louis Mohler, Kembs
    Ein Verein wie der FCZ gehört eigentlich in die oberste Spielklasse. Schade, das meine ich als FC Basel Fan ehrlich. Einen Gewinner gibt es aber trotzdem: Die Sicherheitskräfte, welche die Hochrisikospiele FCZ/FCB nun abhaken können (wenigstens für mindestens 1 Saison). Darum: Danke Familie Caneppa
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Für den CH-Fussball im Allgemeinen ist das ein Ergebnis der puren Überheblichkeit (auf allen Ebenen) und somit hoffentlich ein Lehrblätz. Da man das in Bern, Genf, Lausanne auch schon hatte, ist an der langen Wirksamkeit hingegen echt zu zweifeln. Neben dem FCZ ist ja der FC Biel auch so ein Ereignis der abgelaufenen Saison. Kommt dazu, dass dieser bunt zusammengewürfelte Spieler-Haufen nicht mal für die zweite Liga tauglich ist - viel Spass beim aufräumen und "Hopp Lugano" im Cupfinal.
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