FCZ verliert trotz starkem Brecher

Der FC Luzern lässt sich vom grossen Goalie-Theater im Zürcher Letzigrund nicht beeindrucken und feiert einen 1:0-Auswärtssieg. Yanick Brecher zeigt vor den Augen des degradierten David Da Costa 2 Glanzparaden, kann den Abwärtstrend des FCZ jedoch auch nicht stoppen.

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FCZ - Luzern: Die Gäste entführen 3 Punkte

6:36 min, aus sportaktuell vom 4.4.2015

Zweimal konnte sich Yanick Brecher auszeichnen und sein Team im Spiel halten, gegen Tomislav Puljics Kopfball in der 82. Minute war er jedoch machtlos. Trotz der 0:1-Niederlage gegen den FC Luzern darf sich die neue Nummer 1 im FCZ-Tor aber als Gewinner des Abends fühlen. Der 21-Jährige bestand den ultimativen Härtetest mit Bravour.

Nach einer Stunde kratzte Brecher einen Puljic-Kopfball spektakulär von der Linie. In der 71. Minute entschärfte der Hauptdarsteller des Abends mit einer weiteren Flugeinlage auch Jamir Hykas Schuss.

Brecher Sieger des Abends

Auch wenn es bereits sein 4. Super-League-Spiel war: Einen besseren Einstand hätte sich der zuvor an Wil ausgeliehene Keeper nicht wünschen können. Angesichts des Drucks, der auf dem neuen Stamm-Goalie der Zürcher lastete, zeigte Brecher eine erstaunlich reife Leistung. Auch von der Kulisse liess sich der Rückkehrer nicht beirren. Die FCZ-Fans in der Südkurve hielten während des gesamten Spiels ein Transparent in die Höhe, welches dem abgesägten David Da Costa gewidmet war. Dieser markierte auf der Tribüne Präsenz und war auch sonst allgegenwärtig.

Canepa äussert sich zur «Causa Da Costa»

So äusserte sich Präsident Ancillo Canepa vor dem Spiel gegenüber «Teleclub» zur Degradierung von Da Costa. Er fügte Meiers Rechtfertigung der überraschenden Massnahme – der Coach machte «sportliche Gründe» geltend – eine präzisierende Erkärung an. Es komme darauf an, wie man den Begriff interpretiere. «Dazu gehört auch, wie man sich von Montag bis Samstag verhält», so Canepa. «Interna bleibt intern», deutete er Indiskretionen Da Costas an. Ruhe bei den Stadtzürchern dürfte nach der neuerlichen Niederlage nicht so schnell einkehren. Der FC Thun liegt nur noch 2 Punkte zurück.

Luzern fürstlich belohnt

Gänzlich unbeindruckt von den jüngsten Turbulenzen beim FCZ zeigten sich die Gäste. Das Team von Coach Markus Babbel startete schläfrig in die Partie und hatte Glück, dass ein Freistoss von Mario Gavranovic (4.) am Pfosten landete. Weil Puljics Arm den Ball ablenkte, hätte es eigentlich Penalty geben müssen. Der Kroate avancierte später zum Matchwinner und sicherte den Innerschweizern 3 eminent wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Aufgrund der Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit war der Erfolg zwar nicht gestohlen, ein Remis hätte dem Gezeigten jedoch mehr entsprochen.

Sendebezug: Radio SRF 3, 04.04.17:45 Uhr