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Super League GC-Trainer Skibbe: «Salatics Rückkehr ist kein Gesichtsverlust»

Die Rückkehr des suspendierten Veroljub Salatic in die erste Mannschaft der Grasshoppers hat hohe Wellen geworfen. Trainer Michael Skibbe ist froh, im Mittelfeld nun wieder eine Alternative mehr zu haben.

«Sportlich gibt es momentan nicht viel zu lachen», sagte der GC-Trainer. «Schön, dass wir mit Vero einen Spieler zurückbekommen, der einem Spiel den Stempel aufdrücken kann.» Bereits am Wochenende werde der Rückkehrer wieder im Kader der Grasshoppers figurieren.

Legende: Video Salatic bei GC vor der Rückkehr abspielen. Laufzeit 5:24 Minuten.
Vom 07.11.2014.

Verwaltungsrat für Suspendierung verantwortlich

Skibbe stellte klar, dass nicht er, sondern der Verwaltungsrat die Suspendierung Salatics ausgesprochen habe. «Es gab Spannungen zwischen uns. Diese waren aber nicht ursächlich für die Suspendierung», sagte Skibbe.

Präsident Stephan Anliker war es schliesslich auch, der Salatic die Rückkehr ins Kader ermöglichte. «Ich habe den präsidialen Entscheid getroffen, damit wieder über Fussball gesprochen wird. Den Fall Salatic musste man beenden», sagte Stephan Anliker am Tag vor dem Heimspiel gegen St. Gallen.

Skibbe: «Kein Gesichtsverlust, im Gegenteil»

Die Massnahme, Salatic wieder ins Team zu integrieren, sei kein Messerstich in den Rücken von Trainer Michael Skibbe, betont der GC-Präsident. Er habe mit Skibbe zwar nicht gesprochen, dieser sei jedoch über das Treffen mit dem Verwaltungsrat informiert worden.

Auch Skibbe betrachtet die «Begnadigung» des früheren Captains nicht als persönliche Niederlage. «Mein Gesicht verlier ich nicht. Im Gegenteil», sagte Skibbe. «Es zeugt von einer positiven Persönlichkeit, wenn man sich an einen Tisch setzen kann und versucht, Dinge gemeinsam zu lösen.»

Legende: Video GC-Präsident Stephan Anliker im Interview abspielen. Laufzeit 5:26 Minuten.
Vom 07.11.2014.

Anliker: «Schlussstrich gezogen»

Gemäss Anliker stellte sich die Frage nicht, ob es kostengünstiger sei, den Trainer zu entlassen als Salatic auszuzahlen. «Ich traue Skibbe zu, diesen Entscheid durchzusetzen.»

Der Deutsche sei ein guter Trainer, der den Rückhalt des Teams und der Führung habe. «Er entscheidet alleine, ob er Salatic aufstellen will oder nicht», stellt er klar. Anliker räumt aber ein: «Es wäre naiv zu glauben, es sei nun wieder alles gut. Aber wir haben einen Schlussstrich gezogen.»

Sendebezug: Radio SRF 3, Info 3, 07.11.2014, 17:00 Uhr.

11 Kommentare

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  • Kommentar von HPD, CH 3073
    Es erstaunt scon, dass ein Präsident einen solchen Entscheid im Alleingang, ohne mit dem Trainer zu sprechen, Fällen kann. Das zeigt welche Mentalität in diesem Klub herrscht und erstaunt nicht über die Leistungen in der laufenden Meisterschaft!
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  • Kommentar von rené Riva, Bremgarten
    So ist es Recht.Skippe ,Salatic und Thoma sind als Männer,die man beim Wort nehmen muss, zusammengesessen beendeten das Thema . Aber jetzt ist die Sache äusserlich ausgestanden; Punkt. Die Journalisten sollen nun so anständig sein und die Sache auf sich beruhen lassen und abwarten. Es braucht Zeit bis der normale Alttag wieder eintreten kann. Und diese Zeit muss man den Parteien geben. Ich finde Skippe hat dabei Charakter gezeigt und das Gesicht weniger verloren als Salatic.
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Was soll Skibbe denn sonst gross sagen? Er wird vor die Wahl gestellt, entweder ein Intrigant, der ihn stürzen wollte, wieder ins Team aufzunehmen oder dann die Konsequenzen zu ziehen und zu kündigen. Skibbe hat ja damals gesagt, "das Tischtuch ist zerschnitten und es gibt keine Zukunft mit Salatic mehr." Jetzt wird er vor vollendete Tatsachen gestellt, dass dem nicht so ist - ausser er will arbeitslos werden.
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