Geteilte Meinungen nach Basel - GC

Nach dem torlosen Remis im Super-League-Spitzenspiel zwischen Basel und GC ist für beide Seiten klar: Noch ist nichts entschieden im Titelrennen. Was das Geschehen am Sonntag auf dem Rasen betraf, gingen die Meinungen jedoch weit auseinander.

Das grosse Ziel des FC Basel im Schlagerspiel gegen GC war den Rückstand auf die Zürcher von 4 Zähler auf einen Punkt zu verkürzen. Dieses Unterfangen missglückte mit dem 0:0. «Der Gegner hat gut dagegen gehalten und clever verteidigt», zollte FCB-Trainer und Ex-GC-Spieler Murat Yakin dem Rekordmeister Respekt.

Sommer: «Ich hatte nichts zu tun»

Für den Geschmack von Basels Aussenverteidiger Philipp Degen beschränkten sich die «Hoppers» zu stark auf das Verteidigen. «GC stand nur hinten drin», befand der 30-Jährige. Goalie Yann Sommer meinte: «Die Grasshoppers kamen kaum zu Chancen und spielten am Limit. Ich hatte nichts zu tun.»

Diese Analysen stimmten freilich nicht ganz. Immerhin hatten die Grasshoppers in einem an Chancen armen Spiel die etwas besseren Möglichkeiten. Sommer musste allerdings ausser beim harmlosen Linksschuss von Nassim Ben Khalifa in der 2. Halbzeit tatsächlich nicht eingreifen - die restlichen Schüsse verfehlten das Tor.

Forte: «Hätten mehr versuchen sollen»

Ganz so einseitig wie die Basler Spieler sahen die GC-Protagonisten das Geschehen nicht. «Beide Equipen waren gut organisiert und haben sich gegenseitig neutralisiert», sagte GC-Goalie Roman Bürki, der die letzten 4 SL-Partien zu Null spielte. Trotzdem sprach er von einem gewonnenen Punkt.

Uli Forte mochte ebenfalls nicht hadern, auch wenn sich der Grasshoppers-Coach gewünscht hätte, dass sein Team «dann und wann etwas mehr versucht hätte.» Schliesslich habe der FCB die harte Europa-League-Partie vom Donnerstag in Dnjepropetrowsk in den Beinen gehabt. Forte meinte aber auch: «Wir hätten hier mehr mitnehmen können. Basel baute in der 2. Halbzeit stark ab.»

Noch ist nichts entschieden

Gingen die Meinungen über die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen auseinander, herrschte im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf Einigkeit. Die Spielzeit gehe noch lange und mit der Dreipunkte-Regel seien 4 Zähler Vorsprung keine grosse Differenz. Für Spannung in den verbleibenden 15 Runden sollte also gesorgt sein.