Hyypiä und Canepa: Zuversicht beim Schlusslicht

Am Wochenende ist der FC Zürich auf den letzten Platz der Super League abgerutscht. Nun soll mit Davide Chiumiento im Boot der Turnaround geschafft werden. Der Trainer hat sich mit dem Spieler ausgesprochen, für den Präsidenten ist ein Abstieg unvorstellbar.

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Der FCZ im Tief – Hyypiä/Canepa bleiben positiv

3:45 min, aus sportaktuell vom 10.2.2016

Nur 3 Siege in 19 Runden – und nach dem 1. Rückrunden-Spieltag und einem 0:1 gegen Sion ist der FCZ auf den letzten Platz abgerutscht. Vorausgegangen war eine unruhige Winterpause mit gravierenden Zäsuren im Kader. Auf Aussenstehende wirkte das Stadtzürcher Krisenmanagement zuweilen ziemlich planlos.

Am Montag dann die überraschende Ankündigung: Davide Chiumiento, eben noch wegen mangelnder Kondition aus dem Kader verbannt, wird zurück in die 1. Mannschaft geholt. Und irgendwie passt es zum Zickzack-Kurs der letzten Wochen, dass die Rückholaktion nicht vom Trainer, sondern von Captain ausging.

«  Im Fussball muss man auch andere Qualitäten haben. Das muss er verstehen. »

Sami Hyypiä
über Davide Chiumiento

Sämi Hyypiä sagte am Mittwoch im SRF-Interview zur «Causa Chiumiento»:

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Hyypiä zur «Causa Chiumiento»

2:53 min, vom 10.2.2016

  • «Ja, die Idee kam von Captain Gilles Yapi. Ich habe danach einige Tage überlegt und die Vor- und Nachteile abgewägt.»
  • «Wenn Davide topfit ist und es innerhalb des Teams stimmt, kann er der Mannschaft sehr helfen.»
  • «An Davides technischen Fähigkeiten habe ich nie gezweifelt. Ich kenne nicht viele Spieler, die technisch derart gut sind. Aber im Fussball muss man auch andere Qualitäten haben, um dem Team zu helfen. Das muss er verstehen.»
«  Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der FCZ auch am Schluss noch Letzter ist. »

Ancillo Canepa

Nach über der Hälfte des Super-League-Pensums ist die Lage des FCZ kritischer denn je. Am Wochenende hat ihn auch noch Vaduz überflügelt. Präsident Ancillo Canepa dazu:

  • «Die Situation ist ungemütlich. Wir sind nicht dort, wo wir sein wollen. Aber ich habe grosses Vertrauen in Trainer, Team und Staff. Ich habe natürlich schon glücklichere Perioden als Präsident durchlebt. Doch wir müssen ruhig bleiben und nicht zu hypern beginnen.»
  • «Sami Hyypiä steht nicht zur Disposition. Ich bin sehr zufrieden mit ihm.»
  • «Bei allem Respekt: Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der FCZ auch am Schluss noch Letzter ist. Dennoch: Wir müssen die jetzige Lage ernst nehmen.»

Einen ersten Schritt aus dem Tabellenkeller und der Krise können die Zürcher am kommenden Sonntag machen. Dann gastieren sie beim FC Luzern.

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Canepa über die Lage des FCZ

2:53 min, vom 10.2.2016

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Super League