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Super League Kakitani: In Japan ein Popstar, beim FCB (noch) Ergänzungsspieler

Am Mittwoch empfängt Basel im 2. CL-Gruppenspiel den FC Liverpool (ab 20:00 Uhr live auf SRF zwei). Die japanische Neuverpflichtung Yoichiro Kakitani hofft dabei auf mehr Einsatzzeit als zuletzt in der Meisterschaft.

Legende: Video «Kakitanis Fans in Japan» abspielen. Laufzeit 6:25 Minuten.
Aus sportpanorama vom 28.09.2014.

Einer der Gründe, weshalb Yoichiro Kakitani im Sommer seinen Stammklub Cerezo Osaka verliess und in die Schweiz zum FCB wechselte, ist die Champions League. Mit der Teilnahme an der «Königsklasse» gehe für ihn ein Kindheitstraum in Erfüllung, sagte der 24-Jährige schon kurz nach seinem Transfer von Japans drittgrösster Stadt (2,7 Millionen Einwohner) in die drittgrösste Stadt der Schweiz.

«Muss Platz im Team finden»

Im 1. Basler Gruppenspiel, beim 1:5 vor 2 Wochen bei Real Madrid, durfte Kakitani knapp 30 Minuten Champions-League-Luft schnuppern. Am Mittwoch will der Mittelfeldspieler weitere Erfahrungen auf höchster Stufe sammeln.

Ob Kakitani von Trainer Paulo Sousa allerdings von Beginn weg eingesetzt wird, ist fraglich. In den letzten 3 Partien in der Meisterschaft kam der Japaner nur auf 7 Spielminuten. «Ich muss mich weiter bemühen und verbessern. Nur so kann ich mich integrieren und meinen Platz im Team finden», sagt der 14-fache Nationalspieler Japans.

Ein eigenes TV

Der Wechsel in die Schweiz ist für Kakitani ein Kulturschock gewesen. Bei Cerezo in Osaka war er der gefeierte Mann, ein Fussball-Popstar. Die Fans strömten wegen ihm ins Stadion. Nach seinem letzten Spiel Mitte Juli hingen tausende Zuschauer an den Lippen Kakitanis, als sich dieser auf dem Spielfeld verabschiedete. Nicht nur der Spieler hatte Tränen in den Augen.

Ein Pay-TV-Sender überträgt die Basler Spiele in Japan live. Die Fans schauen sich nun die Auftritte ihres Lieblings in der Nacht an. Es gibt sogar ein «Kakitani-TV». In diesem Format informiert der Sender über das Leben des Fussballers in der Schweiz.

Mit dem Dolmetscher unterwegs

In Basel ist für Kakitani alles neu. Die Umgebung, die Mitspieler, das Essen, die Kultur. Und natürlich auch die Sprache. Ein Dolmetscher begleitet ihn und übersetzt auch die Anweisungen von Sousa am Spielfeldrand. «Ich muss mich erst noch einleben», sagt Kakitani.

Die Partie Basel - Liverpool wird in Japan um 03:45 Uhr Ortszeit von einem grossen Publikum live verfolgt werden. Die Premier League geniesst in «Nippon» einen hohen Stellenwert, entsprechend attraktiv ist die Begegnung zwischen den «Reds» und Kakitanis FCB. Für den Spieler die perfekte Bühne, um sich den Fans in der 9,500 km entfernten Heimat zu zeigen - wenn er denn spielt.

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 28.09.14, 18:15 Uhr

TV-Hinweis

TV-Hinweis

SRF zwei überträgt die CL-Partie zwischen Basel und Liverpool am Mittwoch ab 20:00 Uhr live. Zudem gibt es das Spiel im Livestream zu sehen.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Koller, Basel
    Die Rotation von Sousa mag seine Vorteile haben aber irgendwann muss er seinen Stamm finden. Dass wir nach derart durchzogenen 10 Runden auf Platz 1 stehen sagt nichts Gutes über die Konkurrenz aus. Es ist wohl einzig der FCZ, wie seit 10 Jahren, der uns den Titel vielleicht streitig machen kann. Thun spielt hervorragend aber über 36 Runden wird es für die ersten beiden Plätze an Substanz fehlen. YB.. nunja..da erübrigt sich jeder Kommentar. GC ist schon zu weit weg.
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    1. Antwort von Martin Hubler, Aarau
      Ich stimme Ihnen zu. Diese Rotationen sind Gift für das Zusammenspiel! Jeff Saibene hatte es nach dem GC-Spiel richtig erläutert: "Ich muss rotieren, aber es braucht 7-8 Stammspieler!" Ich verstehe generell nicht, warum Zuffi und Gashi nicht mehr spielen. Beide machen einen guten Eindruck... Auf diese Spieler muss der Fc Basel aufbauen. Zum Glück hat Paulo Sousa die Verteidigung nicht mehr verändert. Viel Glück gegen L'pool! Ich hoffe Basel, Zürich und YB holen Punkte für die Schweiz!
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