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Super League Kein Happy-End für Yapi und Hyypiä

Der FCZ hat den 2. Saisonsieg buchstäblich in letzter Sekunde verpasst. Die Zürcher kassierten im 1. Spiel unter dem neuen Coach in der 93. Minute den 3:3-Ausgleich gegen Thun.

Legende: Video Spielbericht Zürich - Thun abspielen. Laufzeit 06:38 Minuten.
Aus sportpanorama vom 13.09.2015.

Es lief bereits die Nachspielzeit im Letzigrund, als Simone Rapp (93.) das 3:3 erzielte. Der Thuner Stürmer verhinderte mit seinem Last-Minute-Treffer nicht nur die 6. Saison-Niederlage der Berner Oberländer, sondern vereitelte auch den Höhepunkt eines fast perfekten Drehbuchs.

Denn es hätte der ganz grosse Tag von Gilles Yapi werden können. Der Ivorer traf bei seinem Comeback nach 10-monatiger Verletzungspause in der 77. Minute zum vermeintlich siegbringenden 3:2 und wäre beinahe zum Matchwinner avanciert.

Legende: Video Yapi: «Wieser ist ein Kollege, ein Freund» abspielen. Laufzeit 01:21 Minuten.
Aus sportpanorama vom 13.09.2015.

Yapi und das Wiedersehen mit Wieser

Für den 33-Jährigen, der in der 6. Minute für den verletzten Sarr eingewechselt wurde, war es in vielerlei Hinsicht ein spezielles Spiel. Schliesslich stand er Sandro Wieser gegenüber, der ihn – damals noch im Trikot des FC Aarau – mit einem Tritt aus dem Verkehr gezogen hatte. Nach dem Spiel tauschten die beiden aber ihre Leibchen und legten die Affäre endgültig zu den Akten.

Ebendieser Wieser war es gewesen, der mit einem Freistoss den 2:2-Ausgleich durch Nelson Ferreira eingeleitet hatte. Die Thuner hatten in der 66. Minute den 0:2-Pausenrückstand wettgemacht und ein erstes Mal Moral bewiesen.

Hyypiä und die gute Startphase

Während das Team von Coach Ciriaco Sforza mit dem Punkt gut leben dürfte, muss sich für den FCZ das Unentschieden wie eine Niederlage anfühlen. Die Zürcher waren über weite Strecken die bessere Mannschaft. Und hätte Oliver Buff, der das 2:0 per direktem Freistoss erzielt hatte, kurz nach Wiederanpfiff statt den Pfosten ins Tor getroffen, wäre der 1. Sieg im 1. Spiel unter Coach Sami Hyypiä wohl auch perfekt gewesen.

Die Tatsache, dass sein neuer Klub nicht mehr den letzten Tabellenplatz belegt, dürfte den Finnen zwar nur wenig trösten. Offensiv dürfte Hyypiä aber vor allem die Leistung des zweifachen Vorbereiters Kevin Bua gefallen haben. In defensiver Hinsicht gibt es für den ehemaligen Weltklasse-Verteidiger aber noch viel zu tun. Die Gäste nutzten praktisch jeden ihrer spärlich gesäten Vorstösse zu Toren.

Sendebezug: Radio SRF 3, 13.09.15, Live-Einschaltungen

4 Kommentare

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  • Kommentar von Fabio Del Bianco, Spiez
    Die "Schuld" für dieses Unentschieden würde ich klar dem FC Zürich geben. Die Stadtzürcher hatten alle Fäden in der Hand um das Spiel dorthin zu ziehen, wo es 3 Punkte dafür gibt. Da sich der FCZ jedoch "verzogen" hat, konnte der FC Thun noch dankend den einen Punkt mitnehmen. Der Fussball hat (manchmal) eigene Gesetze. Die Geste von Yapi, war dann aber der wahre Höhepunkt des Nachmittags. Hut ab Gilles Yapi!
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  • Kommentar von Joe Weiss, Zürich
    Liebes SF, warum zeigt ihr jeweils die (oft seltsamen) Entscheide der Schiedsrichter in unserer obersten Spielklasse nur in extremen Einzelfällen? Es würde der Sache (sportliches Fairplay von allen Seiten) dienen, wenn das eine oder andere Mal eine grobe Fehlentscheidung auch in den Sendungen kommentiert würde bzw. der Ref Red und Antwort stehen müsste. Das Spiel heute wurde auch durch offensichtliche Fehlentscheide des Mr. Jaccotet entschieden. Doch ihr schaut nicht hin... Warum nicht?
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    1. Antwort von Stefan Strähl, Reigoldswil
      Das habe ich mir auch schon oft gedacht. Gerade heute gab es im Spiel des FCZ ein paar komische Entscheide (nicht gepfiffener Elfmeter für Bua, Fehlentscheid der zum letzten Freistoss für Thun führte in der Nachspielzeit vor dem 3-3 etc). Würde mir auch ein wenig mehr Kritik wünschen (wie es z.b. in der Bundesliga üblich ist....)
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    2. Antwort von Jim James, Zürich
      Es wäre auch gut, wenn die Schiedsrichter von der Liga besser unterstützt würden, finanziell meine ich.
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