Zum Inhalt springen

Super League Konkurseröffnung über Bellinzona

Nach 109 Jahren scheint die AC Bellinzona am Ende. Der Konkursrichter verhängte den Konkurs über den Challenge-League-Klub. Die Tessiner reichten ihrerseits Rekurs ein.

Konkursrichter Marco Ambrosini verweigerte dem aktuellen Tabellen-Zweiten der Challenge League am Montagmorgen einen Aufschub von zwei Wochen, um einen Sanierungsplan zu präsentieren. Bei Schulden von rund 8,5 Millionen Franken erachtete Ambrosini die Konkurseröffnung als unausweichlich.

Konkurs eingereicht

Bellinzona reichte seinerseits umgehend Rekurs gegen den Entscheid ein. Dieser hat aufschiebende Wirkung. Die ACB kann den Spielbetrieb um weitere 10 Tage fortführen und hat solange Zeit, Dokumente nachzureichen. Daher wurde das ChL-Spiel vom Montagabend gegen den FC Wil in St. Gallen wie geplant ausgetragen. Bellinzona siegte 3:2.

Präsident Gabriele Giulini zeigte sich kämpferisch. «Ich glaube weiterhin an die Rettung, wir geben nicht auf.» Gemäss dem Italiener fehlen Bellinzona 3 Millionen Franken, um die Saison zu beenden.

SFL hofft auf Weiterbestehen

Bei der Swiss Football League hofft man, dass die Tessiner die Saison zu Ende spielen können. Muss der Klub die Meisterschaft vorzeitig abbrechen, würden alle Resultate Bellinzonas seit dem Rückrunden-Start gestrichen, womit Aarau der Aufstieg kaum noch zu nehmen sein dürfte.

6 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ein Hinseher, Kleinbösingen
    Viele Europäische Grossklubs sind bis über die Ohren verschuldet aber "too big to fail". Also werden weitere Gelder nachgeworfen, um sie zu stützen. Bellinzona ist "too small to succeed", wie auch andere CH-Klubs. Aber im Ernst: Sollen Gelder sinnlos in den Profisport gepumpt werden, damit reiche Spieler noch reicher werden? Ich bin vielmehr für Förderung von Breitensport und damit Gesundheit. Profisport soll privater Initiative überlassen sein.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Simon Stäheli, Altnau
    Tragisch und sehr schade nicht nur für den Schweizer Fussball, sondern auch für den Tessin, der nun Gefahr läuft, völlig von der Fussball-Landeskarte zu verschwinden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Walter Heutschi, Reinach
    Ich denke das hat weniger mit der reichen Schweiz zu tun als mit grossspurigen und weltfremden Budgets, welche nicht eingehalten werden können. Tragisch, dass der Fussballverband nicht rigorosere Prüfungen durchführt und - wie in jetzigen Fall einmal mehr - damit die Meisterschaft verfälscht. Man sollte die Klubverantwortlichen zur Verantwortung ziehen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von hug, Reinach
      aarau wäre auch anders an erster stelle.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen