Mattia Bottani: Der «Mister Lugano» schlägt endlich zu

Dank des 3:1-Erfolgs gegen St. Gallen hat Lugano die rote Laterne an den FC Zürich abgegeben. Auch weil Luganos Aushängeschild Mattia Bottani (endlich) nicht mehr nur durch fussballerische Klasse, sondern auch durch Effizienz bestach.

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Bottani führt Lugano zum Sieg

5:04 min, aus sportpanorama vom 18.10.2015

Bislang war der unmittelbar in Stadionnähe aufgewachsene Mattia Bottani ein Sinnbild für Luganos Leistungen. Oftmals waren die Auftritte überaus mutig, erfrischend und kreativ, aber zu selten produktiv. Die 2 verwandelten Penalties (gegen GC und Thun) waren gemessen an der Anzahl kreierter Chancen eine magere Ausbeute. Dem 24-Jährigen wird ein fahrlässiger Umgang mit Torchancen vorgeworfen.

Seine Klasse ist dennoch unbestritten. «Einzig er ist unantastbar, ausser ihm hat keiner seinen Platz auf sicher», erklärte Luganos Trainer Zdenek Zeman unlängst und unterstrich damit Bottanis Wert für den Super-League-Aufsteiger.

«  Machen wir keinen Hehl daraus, Bottani ist ein interessanter Spieler, er würde zu uns passen.'' »

Markus Babbel
Trainer FC Luzern

Gegen St. Gallen fand ein weiterer starker Auftritt des Tessiners nun endlich auch den Weg auf die Resultattafel. Mit einem Tor und einem Assist war er der dominante Mann des Spiels. St.-Gallen-Trainer Joe Zinnbauer behielt Recht, als er Bottani vor der Partie als «einen der besten Stürmer der Liga» geadelt hatte.

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Bottani: «Die ganze Mannschaft hat gut gespielt» (ital.)

0:46 min, vom 19.10.2015

Der Marktwert steigt

Kein Wunder, wecken seine Leistungen auch bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten. Luzerns Trainer Markus Babbel gibt sein Interesse an Bottani unumwunden zu: «Machen wir keinen Hehl daraus, Bottani ist ein interessanter Spieler, er würde zu uns passen.» Gut für den FC Lugano, dass sein Aushängeschild mit einem Vertrag bis 2020 langfristig an den Klub gebunden ist.

Und wer weiss: Wenn der «filio del Cornaredo» weiterhin so tolle Auftritte wie gegen St. Gallen hinlegt, könnte er in absehbarer Zukunft nicht nur in Luzern, sondern auch in der Nationalmannschaft zum Thema werden.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.10.2015, 15:45 Uhr.