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Super League Mvogo verdrängt Wölfli bei YB definitiv

Bei den Young Boys kommt es auf der Goalieposition endgültig zum Generationenwechsel. Nach dem Europa-League-Playoff-Spiel gegen Debrecen erklärte Trainer Uli Forte, künftig auf Yvon Mvogo zu setzen.

Legende: Audio Mvogo neue Nummer 1 bei YB abspielen.
0:52 min

Der 8. Dezember 2013 war einer der bittersten Tage in der Karriere von Marco Wölfli. Gegen Thun erlitt der Solothurner einen Riss der linken Achillessehne. Die schwere Verletzung kostete den langjährigen Backup im Schweizer Nationalteam nicht nur die WM-Teilnahme, sondern auch seinen Stammplatz bei YB.

Legende: Video EL-Playoffs: YB-Debrecen abspielen. Laufzeit 6:06 Minuten.
Aus sportaktuell vom 21.08.2014.

Sein Ersatz, der erst 20-jährige Yvon Mvogo, hütet seither das Tor bei den Bernern. Und er wird dies auch weiterhin tun. Forte teilte an der Medienkonferenz nach dem 3:1-Sieg gegen Debrecen mit, dass Mvogo für den Rest der Saison Stammkeeper bleiben wird. «Vorausgesetzt, es passiert nichts».

Über 400 Mal im YB-Tor

Das bedeutet, dass der heute 32-jährige Wölfli nach über 11 Jahren offiziell als Nummer 1 abgelöst wird. Der Italo-Schweizer war 2003 zum Nachfolger des aktuellen Goalietrainers Paolo Collaviti bestimmt worden. Seither bestritt der Grenchner 405 Pflichtspiele für YB.

Forte eröffnete Wölfli seinen Entscheid, künftig auf den Schweizer Nachwuchs-Internationalen zu setzen, am Mittwoch. Wölfli sei «nicht gerade begeistert gewesen», aber habe ihn professionell aufgenommen, sagte Forte. «Ich sagte Marco, dass er nicht mehr zehn Jahre im YB-Tor stehen wird. Die Zukunft gehört Mvogo.»

Wölfli-Comeback im Cup

Derweil Mvogo für den Rest der Super-League-Saison gesetzt ist, wird Wölfli in der ersten Cuprunde sein Comeback nach neunmonatiger Pause geben. Er wird am Sonntag im Spiel gegen den Waadtländer Erstligisten Bavois im Tor stehen, im Europa-League-Playoff-Rückspiel in Debrecen gehört die Rolle der Nummer 1 dann wieder dem Freiburger Youngster mit kamerunischen Wurzeln.

9 Kommentare

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  • Kommentar von FCB, Nord/West CH
    850'000.- Fix pro Jahr zu knapp 200'000.- Würde ich diesen MT in die Wüste schicken. Alle sprechen immer von unseren Top Manager die zuviel verdienen....was verdient ein durchschnittlicher Fussballer in der Schweiz (wie der von YB wo kein einziger Titel vorweisen kann) Tja.... jetzt muss wieder einer mehr von diesen ehemaligen Fussballern in den Arbeitsalltag.....Mal schauen ob er etwas auf der Seite hat!Wäre ja nicht der erste ehemalige YB-ler wo von Null anfangen müsste......
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    1. Antwort von YB forever, Wankdorf
      Es ist nicht vom Club abhängig, ob einer der Fussballprofis trotz üppigem Verdienst später bei null anfangen muss oder nicht. Bei Basel und anderen Vereinen gibt es da auch einige, die nach der Karriere auf Feld 1 zurück mussten. Zudem geht uns Fans das gar nichts an! Von heute auf morgen kann alles ändern, was auch für alle anderen Erwerbstätigen gilt. Viele sind kaum 10 Jahre im selben Beruf tätig, sondern entwickeln sich weiter. Der Profi-Fussballer ist diesbezüglich keine besondere Spezies.
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    2. Antwort von YB forever, Wankdorf
      Ein Profi kann im Optimalfall etwa 10 Jahre mit Fussball Geld verdienen. Nicht in jedem Jahr ist der Verdienst hoch. In dieser Zeit kann er sich keiner alternativen beruflichen Entwicklung widmen. Die wenigsten werden dabei Millionäre oder können haufenweise Geld sparen. Es besteht also ein grosses Risiko, nach der Karriere von vorn beginnen zu müssen. So finanziell beneidenswert ist der Beruf des Fussballers also gar nicht, wie man meinen möchte, sieht man mal von den Extremverdienern ab.
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  • Kommentar von Urs Imboden, Bern
    Finde diesen Entscheid längst überfällig. Gratuliere Forte für den Mut zum Wechsel. Was mich an Wölfli jeweils am meisten geärgert hat waren seine Reaktionen bei Gegentoren: immer zuerst Vorwurfsvoll zu den Mitspielern blicken und dann die Vorderleute lauthals kritisieren. Wenns ums reden ging war er Nummer eins aber Charakterlich kein Leadertyp auf dem Platz. Trotzdem denke ich das er diese Saison noch zum Einsatz kommen wird wenn Mvogo seine angewöhntes "Wölfligehabe" nicht ablegen kann...
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    1. Antwort von YB forever, Wankdorf
      Es ist klar, dass sich ein Torhüter nach einem Gegentor am meisten ärgert. Die vermeintlichen Vorwürfe an die Adresse der Mitspieler lassen sich nicht belegen. Im Gegenteil: Ich habe Wölfli als Persönlichkeit in Erinnerung, der seine Kollegen anspornte und Konzentration forderte, gerade nach Gegentreffern, was die Mannschaft jeweils auch dringend nötig hatte. Dies als "Gehabe" abzutun, finde ich nicht richtig. Es spiegelt vielmehr den typischen Charakter eines Teamleaders wieder. Hopp Wölfli!
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  • Kommentar von marco, bern
    Werde Wölfli vermissen. Er war stets ein Vorbild. Er hat die Mannschaft oft mitreissen können...
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