Zum Inhalt springen
Inhalt

Super League Nach dem Rekord: Quo vadis, FCB?

Der FC Basel steht nach dem fünften Meistertitel de suite vor wegweisenden Wochen. Die Verantwortlichen sind gefordert, denn dem Branchenprimus droht ein gewaltiger Aderlass. Auch die Zukunft von Coach Murat Yakin scheint ungewiss.

Valentin Stocker steht vor einem Abgang beim FC Basel.
Legende: Dürfte den FCB wohl verlassen Schlüsselspieler Valentin Stocker. EQ Images

«Nach dem Meistertitel ist vor der neuen Saison» - so dürfte das Motto des FC Basel nach dem neuerlichen Titelgewinn lauten. Denn obwohl die Spielzeit für den frischgebackenen Meister erst am kommenden Samstag gegen Lausanne zu Ende geht, wird im Hintergrund bereits fleissig an der Zukunft gebastelt. Eine Zukunft, die der FCB wohl ohne einige seiner bisherigen Schlüsselspieler in Angriff nehmen muss.

Legende: Video Präsident Heusler über die Zukunft des FCB abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus sportlive vom 16.05.2014.

Gewichtige Abgänge drohen

FCB-Präsident Bernhard Heusler kennt die gängigen Mechanismen im Fussballgeschäft nur zu gut: Wer erfolgreich ist, weckt Begehrlichkeiten. Bereits in der Vergangenheit hatten die Basler ihre Aushängeschilder wie Xherdan Shaqiri oder Granit Xhaka ziehen lassen müssen.

«Wechsel gehören zum Fussball dazu. Es ist unsere Aufgabe, jetzt neue Akzente zu setzen», analysierte der 50-Jährige inmitten der Basler Feierlichkeiten sachlich. Ganz getreu der viel zitierten Redewendung «Stillstand gleich Rückschritt», oder wie Heusler sagt: «Es gibt nichts Gefährlicheres, als wenn man denkt, wir haben alles richtig gemacht und jetzt bleiben wir stehen. Wir müssen viel ändern.»

Legende: Video Sommer über seinen Abschied vom FCB abspielen. Laufzeit 00:16 Minuten.
Aus sportlive vom 16.05.2014.

Sommer geht - Stocker auch?

An der Personalfront dürfte beim FCB in den kommenden Wochen viel Bewegung herrschen. Torhüter Yann Sommer verlässt den Verein, einen adäquaten Ersatz haben die Verantwortlichen noch nicht gefunden. «Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge», sagt Sommer, der in die Bundesliga zu Borussia Mönchengladbach wechselt, «der Abschied wird nicht einfach.»

Von seiner emotionalen Seite zeigte sich auch Valentin Stocker. Die Aussagen des Innerschweizers, der bereits den 6. Meistertitel mit dem FCB feiern konnte, klangen stark nach Abschied. Heusler macht keinen Hehl daraus, dass Stocker nächste Saison wohl kaum mehr dem Kader des FCB angehören wird: «Wir müssen akzeptieren, falls er den Schritt in die Bundesliga machen sollte.»

Stocker, der seit 2007 das FCB-Trikot trägt, hatte sich in der Vergangenheit trotz Angeboten stets für Basel und gegen einen Wechsel ins Ausland entschieden.

Was passiert mit Murat Yakin?

Doch nicht nur an der Spielerfront - auch Akteure wie Fabian Frei oder Fabian Schär haben sich längst für ausländische Vereine interessant gemacht - droht Unruhe. Selbst die Zukunft von Meistercoach Murat Yakin ist trotz Vertrag bis 2015 offen. Der ehemalige Innenverteidiger stiess mit seinem Resultatfussball bei Spielern und Fans auf wenig Gegenliebe. «Es ist die unspektakulärste Mannschaft seit Beginn der Titel- und Erfolgsserie 2009/10 unter Trainer Thorsten Fink», lautet das vernichtende Urteil des Tages-Anzeigers.

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Markus hoffmeier, Basel
    Einfach geil meister Yeah!!!!!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Theo Siegfried, Hegianwandweg 49
    Ich bin auch dafür kein Meister Feier mehr dort aber auch sonst keine mehr sie müssen einfach aufpassen Basel müssen aufhören mit dem seich
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Heinz Hugentobler, Ins
    Basel for ever? aber eben in unserem Land baut man Spieler auf, verlassen den Club für besseren Lohn ins Ausland, sitzen dort, von wenigen Ausnahmen abgesehen, mehrheitlich auf der Reservebank. Was bringt dies? Interessanter wäre doch, solche talentierte Spieler im eigenen Land zu behalten und zwar in verschiedenen Clubs zu fördern und auch für die Nati aufzubauen. So kann die Nati im Konzert der Grossen mithalten. Die Clubs profitieren von einer spannenden Meisterschaft = mehr Zuschauer.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Reto Munteler, Zürich
      Die hiesigen Klubs leben nicht unwesentlich von den Erträgen der Spielerverkäufe und - im Vergleich zum Ausland - wesentlich tieferen Löhnen. Wenn hier aufgebaute Topspieler gehalten werden sollten, bräuchte es wesentlich mehr Sponsorengelder. Ein Plus an Zusch. macht den Braten vorerst nicht viel feisser, da gleichzeitig auch die Ausgaben z.B. für Sicherheitskosten steigen. Von einer Topliga ist die RSL Lichtjahre entfernt. Nur schon EIN zweiter valabler Gegner des FCB wäre ein Fortschritt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen