Neustart des FC Basel geglückt

Zwei Spiele, sechs Punkte: Dem FC Basel ist der Meisterschaftsstart optimal geglückt - trotz der Abgänge mehrerer Teamleader.

Basler Jubel

Bildlegende: Basler Jubel Rotblau feiert den Heimsieg über Luzern. EQ Images

Traditionell bekundet der FC Basel zum Saisonstart etwas Mühe. Die Änderungen auf Schlüsselpositionen und viele Experimente während den (durchzogenen) Vorbereitungsspielen schienen auch heuer darauf hinzudeuten, dass der Meister seine Bestbesetzung und Höchstform noch sucht.

Video «Fussball: Super League, Basel - Luzern, Tor Gashi» abspielen

Gashis Tor gegen Luzern

0:39 min, vom 27.7.2014

Und nun weist der FCB erstmals seit vier Jahren nach zwei Spielen das Punktemaximum auf. Aarau und ein müder FC Luzern mögen noch keine Herausforderer auf Augenhöhe gewesen sein, dennoch gibt es Indizien, dass Basel seine Abgänge (Trainer Murat Yakin, Yann Sommer, Valentin Stocker, Kay Voser) schneller verkraftet hat als von manchen erwartet.

Noch nicht bei 100 Prozent

«Wir können noch nicht über 90 Minuten Vollgas geben, aber wir bestehen auch dann, wenn der Gegner das Zepter übernimmt. Das stellt mich zufrieden», bilanzierte der neue FCB-Trainer Paulo Sousa nach dem 3:0 über Luzern. Wie schon gegen Aarau war der Titelverteidiger nach einer frühen Führung kaum mehr in Gefahr geraten, die Partie aus der Hand zu geben.

Zuversichtlich dürfte die FCB-Führung stimmen, dass die Mannschaft erst ein Gegentor kassiert hat. Der neue Keeper Tomas Vaclik konnte sich mehrfach auszeichnen.

Video «Fussball: SL, FCB-FCL, Assists Derlis Gonzalez» abspielen

Gonzalez' Assists gegen Luzern

0:49 min, vom 28.7.2014

In der Offensive sorgen ebenfalls Neulinge für Schlagzeilen: Gegen Luzern traf Ex-Hopper Shkelzen Gashi, der Paraguayer Derlis Gonzalez gab zwei Torvorlagen. Dabei sind zwei weitere Neulinge, der argentinische Abwehrrecke Walter Samuel und Japans Superstar Yoichiro Kakitani, noch gar nicht zum Einsatz gekommen.

Marcelo Diaz auf dem Absprung?

Der gute Start verschafft Coach Sousa Luft für die kommenden Herausforderungen. Nach dem Spiel beim FC Thun kommt es am 9. August zum Duell mit dem formstarken FC Zürich. Ein Stichdatum ist auch der 31. August, wenn die internationale Transferperiode endet. Bis dahin besteht die Gefahr, dass Spieler von Grossklubs abgeworben werden. So kursieren Berichte, wonach mehrere italienische Klubs um Chiles Nationalspieler Marcelo Diaz buhlen.

Video «Aarau-Basel» abspielen

Basels Sieg in Aarau

5:58 min, aus sportaktuell vom 19.7.2014

Da kommt es dem Trainerstab gerade Recht, dass der FC Basel bei der Integration von Nachwuchsspielern traditionell stark sind. So standen die vergangene Saison nur sporadisch eingesetzten Naser Aliji (20) und Breel Embolo (17) gegen Aarau in der Startformation und erzielten prompt die Tore zum 2:1-Sieg.

(Noch) kein Mammutprogramm

Zugute kommt den Baslern auch, dass sie dank der direkten Qualifikation für die Champions-League-Gruppenphase bis Mitte September nur eine englische Woche absolvieren müssen. Sousa kann in dieser Zeit die Abläufe weiter verfeinern.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive vom 27.7., 15:45 Uhr, SRF 1, sportaktuell vom 19.7., 21:55 Uhr