Selbstbewusstes GC brennt auf den Spitzenkampf

10 Treffer haben die Grasshoppers bei ihren beiden letzten Auftritten im St. Jakob-Park kassiert. Trainer Forte und Goalgetter Hajrovic sprechen im Vorfeld des Spitzenkampfes aber nicht primär von Verteidigung, sondern sie betonen den Angriff – der Leader strotzt vor Selbstvertrauen.

Mit einer 4:0-Packung schickte Basel die Grasshoppers im November nach Hause; 6:3 hatte das Verdikt in der Rückrunde der letzten Saison geheissen. Am Sonntag reist GC wieder nach Basel – und muss dabei aller Voraussicht nach auf Captain und Mittelfeld-Stratege Vero Salatic (verletzt) sowie Abwehrchef Stéphane Grichting (gesperrt) verzichten.

Die wenigen Chancen konsequent nutzen

Die Grasshoppers hätten im Vorfeld des Spitzenkampfes eigentlich guten Grund, beunruhigt zu sein. Doch GC ist Leader und strahlt dies auch aus. Nicht etwa die defensive Leistung bezeichnet Trainer Uli Forte als entscheidenden Faktor – GC hat in der Rückrunde noch keinen Treffer kassiert – für einen Erfolg im St. Jakob-Park, sondern die Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor.

«Wir müssen in Basel extrem effizient sein. Denn viele Chancen wird der FCB nicht zulassen. Es gilt, unsere Möglichkeiten zu nutzen», erklärt der Coach.

Der flinke Techniker als Goalgetter

In dieser Hinsicht kommt Izet Hajrovic eine zentrale Rolle zu. Der 21-jährige Flügel verfügt über eine stupende Technik und ist insbesondere auch mit Weitschüssen gefährlich. Unter Forte reifte der Sohn bosnischer Immigranten zum besten Torschützen der Grasshoppers. Die starken Leistungen des Linksfusses entgingen auch Nati-Coach Ottmar Hitzfeld nicht. Beim Testspiel in Tunesien (2:1) debütierte Hajrovic im Schweizer Dress.

6 Treffer erzielte Hajrovic in der aktuellen Meisterschaft schon für GC. Auf die Frage, ob am Sonntag ein 7. dazukomme, antwortet er keck: «Am liebsten gleich die Tore Nummer 8 und 9, also 3 Stück hintereinander.»

Das Wissen um die eigenen Stärken

Die Aussage von Hajrovic kann als anmassend betrachtet werden. Viel eher ist sie aber Beleg für das Selbstvertrauen, welches die Grasshoppers in dieser Saison ausstrahlen. Die Equipe von Forte weiss um die Stärken des Gegners, aber eben auch um die eigenen. Unter Forte habe das Team positiv denken gelernt, erklärte Hajrovic im Herbst gegenüber der Zeitung Der Bund: «Das lässt uns freier aufspielen».

Und so kommt es, dass die Stimmung im GC-Lager mit den schlechten Erinnerungen an die letzten Gastspiele in Basel aufs Schärfste kontrastiert. «Die Spieler sind heiss auf diese Partie, man muss sie eher bremsen», so Forte. Es wird also spannend sein zu sehen, ob Hajrovic und Co. am Sonntag trotz frostiger Temperaturen und dem Meister als Gegner mit dem St. Jakob-Park wieder einmal warm werden.