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Super League Serienmeister Basel: Der Super League entwachsen?

Die Konkurrenz verneigt sich vor dem fünffachen Serienmeister Basel. Kann die totale Hegemonie des Branchenprimus' überhaupt noch gestört werden? Die Geschlagenen schwanken zwischen Resignation und Kampfeslust.

Legende: Video Die Dominanz des FCB («sportaktuell» vom 16.05.2014) abspielen. Laufzeit 03:31 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 16.05.2014.

«Die Gefahr einer Hegemonie ist gross», erklärt GC-Trainer Michael Skibbe ungeschönt. «Das tut weh», gibt einer von zwei WM-Fahrern bei den «Hoppers», Michael Lang, zu. «Es ist halt jetzt so», meint Thuns Sportchef Andres Gerber resignierend.

Und auch die Worte aus der Bundeshauptstadt versprechen keine Linderung beim neutralen Fussball-Affinen: «Man kann nur gratulieren - das ist meisterlich», verneigt sich YB-Trainer Uli Forte vor dem alten und neuen Titelträger.

Basels Erfolg als Herausforderung

Doch der Kampfgeist ist der Konkurrenz keineswegs abhanden gekommen. Weder in Zürich noch in Bern will man den FCB andächtig zu weiteren Titeln komplimentieren. «Basels Erfolg ist nicht beängstigend, sondern der Lohn für sehr, sehr schwere Arbeit,» erklärt Forte rational. Die Ärmel hochkrempeln will man denn auch bei YB, das ob seiner Infrastruktur und seines wirtschaftlichen Potenzials eigentlich Basels erster Herausforderer sein sollte.

Skibbes Appell und Gerbers Hoffnung

Skibbe, dessen Team die Meisterschaft lange offen hielt, appelliert an die gesamte Liga: «Wir sind alle herausgefordert, ein konkurrenzfähiges Team aufzubauen - auch wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse doch weit auseinanderklaffen.» Und nützt alles nichts, «wird sich das auch irgendwann wieder ändern», übt sich Thuns Gerber in froher Hoffnung auf eine baldige Veränderung der Grosswetterlage im Schweizer Fussball.

23 Kommentare

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  • Kommentar von S RO, Basel
    Mann kann nicht erwarten, dass ein Club mit seinen internationalen Erfolgen die Schweizer Liga (seit nun 12 Jahren) im "Alleingang" vertritt sowie durch die erhöhte Aufmerksamkeit/Wertschätzung kontinuierlich stärkt, und dann noch mehr Spannung im Meisterrennen erwarten. Alleine, dass GC um die direkte CL Quali spielen durfte, war ein Stück weit paradox. Die anderen Mannschaften sollten nun lieber schauen, dass sie international noch besser aussehen und punkten. Das bringt der Liga in echt was.
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Wenn man bedenkt, dass Basel den Titel erst in der zweitletzten Runde auf sicher hatte, war dies keine Supersaison des FCB, der allen anderen Clubs finanziell turmhoch überlegen ist. Aber wenn es YB mal gelingen sollte, auf und neben dem Platz die richtigen Leute zu versammeln, kann es auch wieder mal einen anderen Meister geben. Gratulation hier auch an Michael Skippe, der mit GC wirklich das Maximum herausgeholt hat.
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    1. Antwort von David K., Basel
      Es war in der Tat keine Supersaison, aber Basel spielte in den letzten 2 Saisons ca. zwischen ca. 120 Spiele. Man hat viel weniger Zeit für Trainings da man mehr Zeit für Spielvorbereitung und Erholung braucht. Ausserdem kommt die physische und psychische Belastung noch dazu. Würde der FCB mit dem diesjährigen Kader nur die Meisterschaft spiele und noch den Cup dann wäre der Abstand wohl deutlicher. Aber so gleicht es sich halt aus, was ja auch gut ist und die Liga spannender macht.
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  • Kommentar von Ray, Schweiz
    Basel wäre zu packen gewesen. Auf sicher haben sie den Titel trotzdem nicht gehabt. Nur scheitern die anderen Vereine auch an sich selber. Diese Saison wohl 4 Punkte Abstand, letzte 3, davor mal 20, dann nur 1 Punkt voraus und die Serie hat man auch nur mit 3 Punkten Vorsprung begonnen. Natürlich hat Basel ganz andere Möglichkeiten als alle anderen Vereine, aber praktisch jede Saison können 1 bis 2 andere Teams auch gut mithalten. Sogar nach Mitte Saison hatte noch die halbe Liga gute Chancen.
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