Sion von Thun demontiert

Ein desolater FC Sion hat in Thun eine herbe 0:4-Niederlage einstecken müssen und ist auf den 4. Tabellenplatz abgerutscht. Thun seinerseits konnte sich nach dem Servette-Sieg vom Samstag im Abstiegskampf wieder etwas Luft verschaffen.

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Fussball: Thun - Sion

3:58 min, vom 24.2.2013

Noch nicht einmal 10 Minuten waren gespielt, da lag der FC Sion in der Arena Thun bereits mit 0:2 zurück. Mathieu Salamand mit einem Aufsetzer aus der Distanz und Nelson Ferreira mit einem wohl als Flanke geplanten Bogenball sorgten für einen Traumstart des Heimteams.

10 Minute vor dem Pausenpfiff erhöhte Marco Schneuwly zum sehenswert herausgespielten 3:0: Der Ex-YB-Stümer umkurvte den bedauernswerten Sion-Hüter Andris Vanins und vollendete seelenruhig zur Vorentscheidung.

Sion ohne Reaktion nach dem Seitenwechsel

In Halbzeit 2 schaltete der FC Thun nach dem furiosen 1. Durchgang 2 Gänge zurück und verwaltete seinen Vorsprung geschickt, sodass Sion in keinster Weise zu einer Reaktion fähig war. Im Gegenteil: Eine Viertelstunde vor Schluss konnte Luca Zuffi unbedrängt auf Berat Sadik zurücklegen. Der erst 2 Minuten zuvor eingewechselte finnische Neuzuzug hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz zum 4:0-Schlussresultat einzuschieben. Sion blieb während der gesamten Partie ohne eine nennenswerte Torchance.

Trainer Munoz unter Druck

Somit kommen die Sittener in der Rückrunde weiterhin nicht auf Touren: Aus den ersten 3 Spielen in der Rückrunde resultierten erst 3 (glückliche) Punkte im Heimspiel gegen den FC St. Gallen. Damit dürfte die Luft für Trainer Victor Munoz nun merklich dünner werden. Die Walliser sind nach dem Debakel in Thun mittlerweile auf Rang 4 abgerutscht. Thun seinerseits konnte den Vorsprung auf Schlusslicht Servette wieder auf 7 Punkte ausbauen.

N'Djeng mit enttäuschendem Debüt

Dabei hatte man sich im Wallis einiges vom 1. Auftritt des Winter-Neuzugangs Yanick N'Djeng erhofft: Der Kameruner kam vom tunesischen Serienmeister Espérance Tunis, wo er bereits mit Sions Mittelfeldspieler Oussama Darragi zusammengespielt hatte. Ein ausgeprägtes Spielverständnis der beiden untereinander war aber gegen Thun überhaupt nicht zu beobachten, sodass sie nach einer guten Stunde kurz nacheinander ausgewechselt wurden. Dabei wäre es noch nie so einfach gewesen, mit einer Durchschnittsleistung aus einem desolaten FC Sion herauszustechen.