St. Gallen bleibt dank Sieg in Lausanne auf Europacup-Kurs

Der FC St. Gallen hat auch das 4. Saisonduell gegen Lausanne gewinnen können. Die Ostschweizer bezwangen die Waadtländer auswärts mit 3:1.

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Fussball: Lausanne - St.Gallen

4:18 min, vom 20.4.2013

Für St. Gallen war einmal mehr Oscar Scarione der Matchwinner. Vor allem beim Führungstreffer in der 55. Minute zum 2:1 liess der Argentinier seine technische Extraklasse aufblitzen. Einen langen Ball von Stéphane Besle nahm er im gegnerischen Sechzehner trotz grösster Bedrängnis mit dem rechten Fuss an und spitzelte ihn anschliessend mit links an Lausanne-Torhüter Anthony Favre vorbei. Eine Viertelstunde vor Schluss bediente Scarione dann Kristian Nushi, der mit dem 3:1 für die Entscheidung sorgte.

Lausanne-Schreck Besle eröffnet das Skore

Zuvor hatten die 3000 Zuschauer auf der Pontaise eine ausgeglichene Partie gesehen, in welcher die Gäste aufgrund der gefährlicheren Standard-Situationen ein leichtes Chancenplus verzeichneten. Eine solche führte in der 21. Minute zum 1:0 für die Ostschweizer. Besle traf nach einem Eckball per Kopf.

Die Waadtländer scheinen dem Franzosen zu liegen: 3 seiner 4 Saisontore erzielte der Innenverteidiger gegen Lausanne. «Im Moment läuft es einfach rund», freute sich Besle, «ich hoffe, es geht so weiter.»

Facchinetti im Pech

Ein ungestümes Einsteigen von Mario Schönenberger im eigenen Strafraum gegen Gabri brachte die Hausherren zurück ins Spiel. Matt Moussilou verwandelte den fälligen Elfmeter sicher (26. Minute). Die beste Chance zum erneuten Ausgleich vergab Mickaël Facchinetti nach 68 Minuten. Seinen Freistoss lenkte FCSG-Torhüter Daniel Lopar in extremis noch an den Pfosten.

St. Gallen auf Europacup-Kurs

Mit dem 3. Auswärtserfolg in Serie bleibt St. Gallen auf Europacup-Kurs und konnte den Rückstand auf das zweitplatzierte GC zumindest temporär auf 3 Punkte verkürzen.

Für Lausanne hat die Niederlage keine unmittelbaren Konsequenzen, da Schlusslicht Servette gegen den FC Zürich ebenfalls als Verlierer vom Platz musste. Trotzdem zeigte sich Lausanne-Präsident Jean-François Collet nach der Partie erbost und verhängte seinen Akteuren kurzerhand ein Interview-Verbot. «Die Spieler sollen sich auf ihre Arbeit konzentrieren und auf dem Platz mehr Engagement zeigen», so Collet.