Zum Inhalt springen
Inhalt

Super League St. Gallen drückt Vaduz tiefer in den Sumpf

Der FC Vaduz hat gegen St. Gallen seine erste Super-League-Niederlage überhaupt bezogen. Doppelt schmerzhaft: Die Liechtensteiner mussten nach dem 0:2 ausgerechnet ihrem Ex-Trainer Giorgio Contini gratulieren.

  • Schwarze Serie beendet: St. Gallen brauchte 12 Anläufe zum ersten Sieg über Vaduz
  • Alles im grünen Bereich: Mit Contini an der Seitenlinie ist ein Aufwärtstrend erkennbar
  • Alarmstufe Rot: Vaduz ist 4 Runden vor Schluss der Challenge League bedrohlich nah

Es brauchte die Verpflichtung des Ex-Vaduz-Trainers Giorgio Contini, damit St. Gallen erstmals in der Lage war, seinen kleinen Bruder aus dem Ländle zu bezwingen. Denn zuvor hatten die «Espen» im Derby bei 11 Super-League-Anläufen jedes Mal auf Granit gebissen – 4 Remis waren das höchste aller Gefühle.

Nach seiner Entlassung ist Contini inzwischen zum Gegner übergelaufen. Und mit dem Detailwissen des 43-Jährigen über Vaduz schaffte der FCSG das Novum. Damit kam der Zürcher nach dem gelungenen Einstand (1:0 in Lausanne) zu einer besonders süssen Bestätigung.

Es wäre vermessen zu sagen, dass ich massgeblich daran beteiligt wäre.
Autor: Giorgio Contini
Girogio Contini ballt beide Fäuste.
Legende: Girogio Contini Die grosse Erlösung. Keystone

Contini wollte nach dem Coup den Ball flach halten: «Es wäre vermessen zu sagen, dass ich massgeblich daran beteiligt wäre». Er habe seinen Spielern gewisse Sachen vermitteln können. «Doch nach einem Sieg ist man empfänglicher dafür», sagte er.

Haggui war zur Stelle

Die Ostschweizer haben somit die Abstiegsgefahr gebannt – das Polster auf Vaduz ist bei 4 verbleibenden Partien auf 11 Punkte angewachsen. Dagegen sind für Contini-Nachfolger Roland Vrabec die Perspektiven düster: Lausanne kann am Sonntag bei den Grasshoppers das Schlusslicht um mehr als 4 Zähler distanzieren.

Den Gästen mangelte es nicht am Engagement. Vielmehr fehlte es am Ertrag. Diesbezüglich erhielten sie von St. Gallen eine Lektion erteilt: So zeugte die 1:0-Führung zur Pause von Effizienz. Im Anschluss an einen Eckball hatte Karim Haggui eingenickt (28.).

Am Ende der Kräfte

Die Vaduzer liessen in einem kampfbetonten Match auch nach dem Seitenwechsel nichts unversucht. Doch war ihnen das Glück im Abschluss nicht hold. Zudem waren auch ihre Kräfte allmählich erschöpft.

Prompt folgte in der 78. Minute der K.o.-Schlag. Nach einem Hands von Simone Grippo im Strafraum verwandelte Routinier Tranquillo Barnetta den fälligen Penalty zum 2:0-Endstand. Nicht zum garstigen Wetter, aber zum St. Galler Glück passte, dass Barnetta über seinen 1. Treffer seit seiner Rückkehr jubeln durfte.

Sendebebzug: Radio SRF 3, Laufende Live-Einschaltungen, 13.05.17 ab 20 Uhr

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas Nigg (tnigg)
    Ich bin mit dem Kommentator gar nicht einverstanden. Den Penalty von Grippo darf man nicht geben. Mit seinem Arm versucht er erstens ganz natürlich die Balance zu halten und zweitens lenkt der St.Gallen-Spieler einen Meter und Sekundenbruchteile vor ihm den Ball ab, so dass er gar nicht die Zeit hat, den Arm wegzunehmen. Also klar "angeschossen". Merke: Hands ist es nur, wenn eine Absicht zu erkennen ist, den Ball mit Hand oder Arm zu spielen. Das ist hier eindeutig nicht der Fall.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Roman Lutz (Romi)
    Gratulation FCSG!! Endlich hat es geklappt mit dem Sieg gegen Angstgegner Vaduz! In den ersten 30. min war Vaduz sicher auf Augenhöhe mit St.Gallen. Bis zum 1:0. Es war gut herausgespielt von Barnetta und gut abgeschlossen von Haggui. 2.Hälfte war dann St.Gallen schon klar besser. Mit kleinen Durchhängern. Das 2:0 war dann die Entscheidung. Eigentlich hätte es vor dem Elfmeter nochmals einen Penalty geben können. Jetzt kann sich St.Gallen nach vorne orientieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen