St. Gallen vs. Luzern: Eben doch ein Krisengipfel

St. Gallen und Luzern ist der Start in die neue Super-League-Saison mässig geglückt. Und auch wenn spielerisch Vieles besser aussah, als es die Resultate vermuten lassen, droht sowohl in der Ost- als auch in der Innerschweiz eine kleine Fussball-Depression.

Jeff Saibene und Carlos Bernegger mit gesenktem Haupt.

Bildlegende: Unter Druck Jeff Saibene und Carlos Bernegger brauchen Punkte. EQ Images

2 Spiele, 1 Punkt. St. Gallen und Luzern sind mit je einem Unentschieden und einer Niederlage im Gleichschritt der bescheidenen Sorte in die neue Spielzeit gestartet. Und auch die Parolen hörten sich nach den spielerisch guten Ansätzen in beiden Lagern ähnlich an.

«Das 2:2 gegen YB und das 0:1 in Sion widerspiegeln nicht die Qualität unserer Auftritte», sagte etwa St. Gallens neue Sturm-Hoffnung Albert Bunjaku, während auf Luzerner Seite Sportchef Alex Frei trotz Punktemangel in der Meisterschaft und Out in der EL-Quali festhielt: «Wir haben gegenüber der letzten Saison deutlich an Spielstärke zugelegt.» Und: «Irgendwann werden wir für unseren ehrlichen Fussball belohnt.»

Baisse seit Anfang 2014

Diese Belohnung sollte besser nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen, denn die (punktmässige) Baisse ist mehr als nur eine Momentaufnahme – bei beiden Teams. Nachdem Luzern und St. Gallen die Vorrunde im Vorjahr noch aufgemischt und nur 1 bzw. 4 Punkte hinter Leader Basel überwintert hatten, folgte im neuen Jahr der Fall. Die Rückrunden-Tabelle der letzten Saison spricht für sich: 8. Rang Luzern, 9. Rang Absteiger Lausanne, letzter Rang St. Gallen.

Wohin führt der Weg?

Ein Sieg am Sonntag kann Vieles relativieren und neuen Schwung verleihen. Beim Verlierer hingegen droht das Selbstvertrauen aber weiter zu leiden, was auf einen schwierigen Spätsommer hinauslaufen könnte.

Sendebezug: Radio SRF 1, 03.08.2014 08:40 Uhr

Video «Fussball: Super League, Ausblick auf St. Gallen-Luzern» abspielen

Saibene und Tréand vor St. Gallen-Luzern

3:05 min, vom 2.8.2014

Spiel live auf SRF zwei

Spiel live auf SRF zwei

Auf SRF zwei und im Livestream können Sie das Duell St.Gallen-Luzern ab 15:45 Uhr live mitverfolgen.

Lopar ersetzt Herzog

Personell dürften die beiden Trainer Jeff Saibene und Carlos Bernegger – sei es aus Vertrauen ins Personal oder aus Mangel an Alternativen – keine grossen Änderungen vornehmen. Einzig im St. Galler Tor wird erstmals in dieser Saison Daniel Lopar anstelle seines «Co-Stammgoalies» Marcel Herzog auflaufen.