Starkes Debüt für Saibene: Thun schiesst den FCZ ab

Der FC Thun hat seinem neuen Trainer Jeff Saibene einen erfolgreichen Einstand beschert. Beim 5:1-Sieg gegen den FC Zürich schossen sich die Berner Oberländer so richtig den Frust von der Seele. Roman Buess traf gleich dreifach.

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Thun mit Kantersieg gegen den FCZ

6:44 min, aus sportpanorama vom 18.10.2015

Die Partie in der Stockhorn-Arena war für den FCZ bereits zur Pause gelaufen. Roman Buess, von der Gäste-Abwehr völlig allein gelassen, hatte quasi mit dem Halbzeitpfiff zum 3:1 getroffen und damit einen lupenreinen Hattrick innerhalb von 20 Minuten perfekt gemacht.

Ein erstes Mal war der 23-jährige Stürmer nach 25 Minuten in Erscheinung getreten, als er nach einer Flanke von Sven Joss mit einem herrlichen Kopfball den 1:1-Ausgleich erzielte. Nur 6 Minuten später stand Buess erneut goldrichtig und drückte das Leder zum 2:1 über die Linie.

Thun reagiert, FCZ verliert den Faden

Für Thun hatte das Kellerduell zwischen dem Zweit- und Drittletzten der Tabelle alles andere als optimal begonnen. Nach einer ereignisarmen Startphase brachte Armando Sadiku die Gäste mit der ersten richtigen Torchance der Partie in Führung. Dem Tor war ein unnötiger Ballverlust der Thuner im Spielaufbau vorausgegangen.

Solche Fehler erlaubten sich die Thuner in der Folge aber kaum mehr. Das Saibene-Team verzeichnete mehr Ballbesitz und begann, frech nach vorne zu spielen. Ganz anders die Zürcher: Die drei Tore von Roman Buess zeigten die Mängel in der Zürcher Defensive gnadenlos auf – zu weit weg vom Gegner, zu wenig konsequent in der Störarbeit, zu wenig Ideen im Spiel nach vorne.

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Chermitis Tätlichkeit gegen Hediger

0:23 min, vom 18.10.2015

Chermiti fliegt vom Platz

Einen Bärendienst erwies Amine Chermiti seinem Team. Der Tunesier liess sich etwas Abseits des Spielgeschehens zu einer Tätlichkeit gegen Dennis Hediger (Schlag ins Gesicht) hinreissen und wurde in der 37. Minute beim Stand von 1:2 aus Sicht der Gäste des Feldes verwiesen. In der Folge war der FCZ zu keiner Reaktion mehr fähig. Enrico Schirinzi per Penalty und Rudge Munsy erhöhten in der 2. Halbzeit für Thun gar noch auf 5:1.

FCZ noch tiefer in der Krise

Während die Thuner unter ihrem neuen Trainer Jeff Saibene eine überzeugende Partie ablieferten und verdient zu ihrem zweiten Heimsieg der Saison kamen, steckt der FC Zürich immer tiefer in der Krise. Sami Hyypiä wartet auch nach fünf Spielen an der Seitenlinie der Zürcher noch auf seinen ersten Sieg. Der letzte FCZ-Erfolg datiert inzwischen von Mitte August, als man den FC St. Gallen 2:0 geschlagen hatte.

Sendebezug: Radio SRF 3, Live-Einschaltungen, 18.10.2015, ab 14:00 Uhr