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Super League Super League: Die 10 Figuren der Hinrunde

Die erste Saisonhälfte der Super League hat für einige Unterhaltung gesorgt. Von Überfliegern über Begnadigte bis zu Gescheiterten: Wir haben die 10 auffälligsten Figuren herausgepickt.

Veroljub Salatic (GC): Per Gerichtsbeschluss ins Team gekämpft

Kein anderer Spieler hat in der Hinrunde für mehr Wirbel gesorgt als Salatic. Der GC-Captain überwarf sich mit Trainer Michael Skibbe, wurde aus der 1. Mannschaft verbannt, erkämpfte sich das Trainingsrecht per Gerichtsbeschluss, wurde mittels Präsidialentscheid begnadigt und avancierte gleich bei seinem Comeback zum Matchwinner. Die Posse um die GC-Identifikationsfigur zeigte beispielhaft auf, dass in der Führungsetage des Rekordmeisters einiges im Argen liegt.

Legende: Video Guillaume Hoaraus Tor gegen Napoli abspielen. Laufzeit 00:49 Minuten.
Aus sportlive vom 23.10.2014.

Guillaume Hoarau (YB): Vom Notnagel zum Torgarant

Die Saison war bereits 7 Spieltage alt, als YB sich gezwungen sah, in der Offensive nachzubessern. Die Berner verpflichteten den 30-jährigen Angreifer Guillaume Hoarau von Bordeaux. Der Franzose benötigte nur eine kurze Anlaufzeit, um sich einen Stammplatz zu erkämpfen. Mit 8 Toren in 15 Spielen in der Super League und Europa League ist Hoarau mittlerweile nicht mehr aus dem Forte-Team wegzudenken.

Breel Embolo (Basel): Tauziehen um ein Top-Talent

Bereits in der vergangenen Saison durfte Embolo erstmals Super-League-Luft schnuppern. Nun hat sich der 17-jährige Kameruner einen fixen Platz im Profi-Kader des FCB ergattert und überzeugt mit starken Leistungen in der Meisterschaft und in der Champions League. Kein Wunder, weckt das Begehrlichkeiten. Und dies nicht nur auf Klub-Ebene (Wolfsburg soll seine Fühler ausgestreckt haben), sondern auch bei der Nationalmannschaft. Sowohl die Schweiz als auch Kamerun bemühen sich intensiv um den Angreifer, der noch auf den Schweizer Pass wartet.

Legende: Video Sandro Wiesers Foul an Gilles Yapi abspielen. Laufzeit 00:31 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 09.11.2014.

Sandro Wieser (Aarau): Ein Fehltritt mit Folgen

18 Minuten waren im Duell zwischen Aarau und dem FC Zürich gespielt, als Sandro Wieser Gegenspieler Gilles Yapi mit einem Tritt gegen das Knie niederstreckte und den Ivorer für Monate ausser Gefecht setzte. Wiesers grobes Foul liess die Emotionen hochgehen und brachte dem FCA-Akteur eine Sperre von 6 Spielen ein. Wie es der Zufall so will, wird Wieser just vor dem nächsten Duell gegen den FCZ zurückkehren.

Giorgio Contini (Vaduz): Aus wenig viel gemacht

Für Aufsteiger Vaduz schien der 10. Platz bereits schon vor der Saison reserviert. Doch die Liechtensteiner machten keineswegs den Eindruck, sich ihrem Schicksal zu ergeben und überraschten mit ihrem Kämpferherz und ihrer Leidenschaft so manchen etablierten Super-Ligisten. Dies ist vor allem auf Trainer Giorgio Contini zurückzuführen.

Marcel Herzog und Daniel Lopar (St. Gallen): Mit Teilzeit zum Erfolg

St. Gallens Trainer Jeff Saibene liess sich etwas Ungewöhnliches hinsichtlich seines Goalie-Luxusproblems einfallen. Weil er zwei nominelle Nummer-1-Torhüter im Kader hat, liess er Marcel Herzog und Daniel Lopar im 2-Spiele-Rhythmus rotieren. Die ungewöhnliche Massnahme verfehlte die Wirkung nicht, die Ostschweizer zeigten eine starke Hinrunde und spielen um die Europacup-Plätze mit.

Legende: Video Marco Schönbächler düpiert Vaduz-Torhüter Peter Jehle abspielen. Laufzeit 00:28 Minuten.
Aus sportpanorama vom 05.10.2014.

Marco Schönbächler (FCZ): Steigerungslauf bis in die Nati

Lange kam Marco Schönbächler beim FCZ nicht über die Rolle des ewigen Talents und Ergänzungsspielers hinweg. Spätestens seit dieser Saison ist dies Geschichte. Der Flügelflitzer fand zur Konstanz, glänzte Woche für Woche mit starken Auftritten und erhielt als Lohn sein 1. A-Nati-Aufgebot. In der EM-Quali gegen Litauen durfte der 24-Jährige schliesslich erstmals mittun.

Markus Lüthi (Thun): Wenn Erfolg nicht gut genug ist

Jahr für Jahr gehört der FC Thun zu denjenigen Teams, welche das Optimum aus ihren Möglichkeiten herausholen und eines der besten Preis-Leistung-Verhältnisse aufweisen. Doch sehr gutes Wirtschaften ist anscheinend nicht gut genug. Die Berner Oberländer befinden sich auch in diesem Jahr auf einer finanziellen Gratwanderung. Ende Februar könnte dem FCT das Geld ausgehen, klagte Präsident Markus Lüthi gegenüber «20 Minuten». Vor allem die hohe Stadionmiete macht den Thunern zu schaffen.

Legende: Video FCL-Sportchef Alex Frei verkündet seinen Abschied abspielen. Laufzeit 02:17 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 06.12.2014.

Alex Frei (Luzern): Das Haifischbecken unterschätzt

Mit viel Goodwill gestartet, endete Alex Freis Engagement als Sportchef des FC Luzern vorzeitig. Dem Nati-Rekordtorschützen wurde die desaströse Vorrunde zum Verhängnis. Auch Frei schaffte es nicht, dass Ruhe bei den Innerschweizern einkehrt. Er wusste, dass der FCL ein Haifischbecken ist. Doch selbst Frei war überrascht, wie viele Haie darin schwimmen.

Admir Smajic (Sion): Probezeit erfolgreich bestanden

«Nach einem Probemonat haben wir uns auf eine dauerhafte Festanstellung geeinigt. Die Mannschaft macht einen gefestigten Eindruck.» Ein grösseres Lob kann man als Sion-Trainer aus dem Mund von Präsident Christian Constantin kaum kriegen. Admir Smajic erhielt bei den Wallisern einen 3-Jahres-Vertrag. Gerüchten zufolge soll der Stuhl des Bosniers nach 7 sieglosen Spielen aber bereits wieder wackeln...

9 Kommentare

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  • Kommentar von susanne birkmann, zollikon
    ich frage mich immer wieder, wer unsere gurken-liga eigentlich verfolgt. das niveau ist bescheiden, die stimmung traurig, die ticket-preise zu hoch...
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  • Kommentar von Fabio Del Bianco, Spiez
    So selbstverständlich sind Skelzen Gashi`s (11 Tore) auch nicht (siehe anfängliche Rotation). Marco Schneuwly würde ich ebenso erwähnen, wie auch Renato Steffens Form gegen Schluss hervorzuheben ist. Mit den anderen 10 "Figuren" der Hinrunde kann ich durchaus "leben" (Hoarau, Embolo & Schönbächler speziell). Gefallen haben mir auch noch Neumayr von Vaduz, Chiumento vom FCZ, Gonzales vom FCB und auch Tafer vom FC St. Gallen; zusätzlich zu den 10 anderen. Aber das ist alles subjektiv.
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  • Kommentar von Fussballfanatiker, Bern
    Schönbächler fand ich schon immer sehr gut und talentiert. Mich freute es extrem, dass er für die Nati aufgeboten wurde. Ich habe nichts gegen unsere Nationalspieler mit Migrationshintergrund, im Gegenteil, die sind allesamt klasse und haben die Nominierungen stets spielerisch und menschlich verdient und geben Vollgas für unser Land. Trotzdem freut es mich, wenn wieder ein paar heimische Namen mehr im Aufgebot auftauchen.
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