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Super League Thun nimmt gegen Sion Glück in Anspruch

Der FC Thun hat in der 29. Super-League-Runde Sion mit 2:1 besiegt. Eine kuriose Schiedsrichter-Entscheidung und 2 verschossene Penaltys der Walliser waren dabei von entscheidender Bedeutung.

Legende: Video Zusammenfassung Thun - Sion abspielen. Laufzeit 5:31 Minuten.
Aus sportaktuell vom 25.04.2015.

Das sagen die FIFA-Spielregeln

«Bläst ein Zuschauer in eine Trillerpfeife und ist der Schiedsrichter der Meinung, dass das Spielgeschehen durch diesen Pfiff beeinflusst wurde, wird das Spiel unterbrochen und mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt...»

Für den FC Sion gab es an diesem Abend in der Thuner Stockhorn Arena dreifachen Grund zum Ärgern.

Nach einem Sittener Corner in der 74. Minute liess Schiedsrichter Fedayi San die Partie weiterlaufen. Doch Thun-Goalie Guillaume Faivre liess sich von einem Pfiff aus dem Publikum irritieren und legte den Ball zum Freistoss zurecht. Moussa Konaté stibitzte die Kugel und netzte zum vermeintlichen Ausgleich ein. Aber Referee San liess den Treffer zum Missfallen der Gäste nicht zählen.

Der FC Sion legte darauf Protest gegen die Spielwertung ein, zog diesen dann aber wieder zurück.

Zwei verschossene Elfmeter

In der 93. Minute bot sich den Sittenern die erneute Chance, einen Punkt aus dem Berner Oberland mitzunehmen. Dennis Hediger mähte Konaté in der Manier eines Rugbyspielers im Strafraum um. Der Gefoulte selbst trat zum Elfmeter an, schoss den Ball aber in den Thuner Nachthimmel. Zuvor hatte bereits Carlitos in der 17. Minute vom Penaltypunkt aus versagt.

Legende: Video Schiedsrichter San über die strittige Szene abspielen. Laufzeit 1:28 Minuten.
Aus sportaktuell vom 25.04.2015.

Thuner Blitzstart

Abseits der Walliser Missgeschicke bot der FC Thun eine ordentliche Leistung. Die Stadionuhr zeigte die 2. Minute an, als Alexander Gonzalez das Heimteam in Führung schoss. Ein kluger Pass von Marco Rojas in die Tiefe genügte, um die Sittener Verteidigung zu überrumpeln, und Gonzalez markierte seinen 4. Saisontreffer.

Auch bei Nelson Ferreiras 2:0 in der 30. Minute wirkte die Defensivabteilung der Gäste nicht sattelfest. Mit einer Körpertäuschung liess der Routinier gleich 2 Gegner ins Leere laufen und netzte aus spitzem Winkel ein.

Auf Europacup-Kurs

Sion vermochte neben Daniel Folloniers Anschlusstreffer in der 56. Minute nichts Zählbares zustande bringen.

Nach dem brisanten Heimsieg festigen die Thuner Platz 3 in der Tabelle und marschieren mit grossen Schritten Richtung Europa League. Sion hingegen muss sich immer mehr auf den Cupfinal gegen Basel konzentrieren, will man nächste Saison auf der europäischen Bühne auftreten.

Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 25.04.15 20:08 Uhr

6 Kommentare

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  • Kommentar von Ron Hextall, Thun
    Absolut richtige Entscheidung, der Pfiff aus den Zuschauerrängen ist bei 3:35 klar zu hören. Obwohl ich Konaté seit seiner Schwalbe gegen Basen und anderen Unsportlichkeiten nicht mag, muss ich ihn bei dieser Szene in Schutz nehmen. Er hat begriffen, dass der Schiri weiterspielen liess, da muss er sowas doch probieren.
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Sion - diese Hurra Truppe. Für einmal hoffe ich tatsächlich, dass der FCB die im Cup-Final putzt - egal wie!
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  • Kommentar von F. Kuster, Bern
    Eine laut FIFA-Reglement korrekte Entscheidung ist kurios? Und dann finden Sie es erwähnenswert, dass Konaté vom Thuner Dennis Hediger "in der Manier eines Rugbyspielers umgemäht wird", aber nicht, dass dieser Aktion ein klares Hand-/Armspiel von Konaté vorausging? Diesen Penalty hätte es nicht geben dürfen. Punkt. Dass sich niemand daran stört, dass Konaté sich an diesem Abend vor allem durch zwei Unsportlichkeiten in Szene setzte, ist neben dieser Spielanalyse das einzig kuriose!
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    1. Antwort von H. Lösser, Thun
      Danke Kuster. Erwähnenswert ist noch, dass die beiden Penalty-Fouls absolut unnötig und stümperhaft offensichtlich waren. Dass gerade diese erfahrenen Spieler solchen "Seich" produzieren wundert mich sehr. Dass SRF im TV das Hands von Konate zeigt aber im Artikel nicht mal erwähnt finde ich auch kurios. Aber doch viel besser als Blick-online. Die haben von den Regeln überhaupt keine Ahnung und bezeichnen den Schiri als schlechtesten Akteur des Spiels. Eigentlich wars eine sehr gute Leistung.
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