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Super League Thun siegt in Lausanne spektakulär

Der FC Thun ist bei Lausanne-Sport zu einem 4:2-Erfolg gekommen und kann sich in Richtung gesichertes Mittelfeld orientieren. Enrico Schirinzi und Marco Schneuwly zeichneten sich beim Sieg als Doppeltorschützen aus. Lausanne findet sich derweil im erweiterten Abstiegskampf wieder.

Legende: Video Lausanne - Thun («sportpanorama») abspielen. Laufzeit 4:09 Minuten.
Vom 07.04.2013.

Seit dem 30. September 2012 wartete der FC Thun auf einen Treffer in der Fremde. Doch dann waren auf der Lausanner Pontaise erst 35 Sekunden gespielt, als Ibrahim Tall im Strafraum den Thuner Muhamed Demiri unnötig von den Beinen holte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Enrico Schirinzi souverän und beendete damit die über halbjährige Durststrecke der Berner Oberländer. Und es sollte bei Weitem nicht der letzte Thuner Treffer bleiben.

3 Tore innert 3 Minuten

In der Folge überschlugen sich die Ereignisse förmlich - paradoxerweise im Duell der beiden «0:0-Könige» der Liga (Thun 4-mal 0:0, Lausanne 5-mal). Zuerst schloss Thun-Stürmer Marco Schneuwly einen Konter zum 2:0 ab (26.), ehe Lausannes Matt Moussilou im Gegenzug mit einem schönen Flachschuss den Anschluss für die Waadtländer herstellte (27.). Doch damit nicht genug: Keine Zeigerumdrehung später traf Jérôme Sonnerat nach einem Freistoss per Kopf zum 2:2 (28.).

«In 2 Minuten haben wir alles verspielt», malte Thun-Assistenztrainer Mauro Lustrinelli in der Halbzeit bereits schwarz. Doch die Befürchtungen des ehemaligen Nati-Stürmers bewahrheiteten sich in der Folge nicht, im Gegenteil: Nach einer guten Stunde irritierte Marco Schneuwly Lausanne-Hüter Anthony Favre so stark, dass die Flanke von Schirinzi den Ball unberührt den Weg zum 3:2 ins Tor fand. Keine 10 Minuten später konnte sich Schneuwly dann aber doch noch seinen 2. Treffer des Nachmittags gutschreiben lassen, in dem er zum vorentscheidenden 4:2 einnickte.

Lausanne im Abstiegskampf

Ausser dem Zwischenhoch kurz vor Ablauf der ersten halben Stunde präsentierte sich Lausanne erschreckend schwach und findet sich nach dieser Niederlage und dem Sieg von Schlusslicht Servette gegen YB im erweiterten Abstiegskampf wieder. Der Vorsprung auf die Genfer beträgt nur noch 6 Punkte. «In Luzern muss eine Reaktion folgen», forderte Lausanne-Verteidiger Guillaume Katz in Hinblick auf das Keller-Duell mit den Innerschweizern vom kommenden Samstag.

Thun seinerseits kann nach dem 1. Sieg auf der Pontaise in der höchsten Spielklasse überhaupt den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld herstellen. «Nach den 3 Punkten von Servette war dieser Sieg doppelt wichtig», befand Thun-Trainer Urs Fischer nach dem Schlusspfiff.