Zum Inhalt springen
Inhalt

Super League Vor der Meisterparty der Imageschaden

Der 5. Basler Meistertitel in Serie ist am Donnerstagabend von den Fan-Ausschreitungen nach dem Schlusspfiff getrübt worden. FCB-Präsident Heusler ist sich der Problematik bewusst. «Wir arbeiten hart daran», sagt er.

Legende: Video Krawalle überschatten Basels Meistertitel abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 16.05.2014.

Es war eine paradoxe Szenerie auf dem Brügglifeld: Auf der einen Seite des Platzes schirmten Sicherheitsleute wie üblich die Spieler ab, damit diese sich untereinander zum Titelgewinn beglückwünschen konnten. Auf der Gegenseite schritt ein Grossaufgebot der Polizei ein, um grössere Ausschreitungen zwischen Basel- und Aarau-Fans zu verhindern.

Die Polizei hat primär ausserhalb eines Stadions für die Sicherheit zu sorgen. Dass sie in Aarau aber innerhalb des Brügglifelds für Ordnung sorgen musste, zeigt, wie ernst Sicherheitschef Leo Locher die Lage einschätzte. Der Entscheid war richtig: Nach einigen Minuten war der Spuk vorbei - ins Gedächtnis gebrannt haben sich die wüsten Szenen, ausgelöst von ein paar Dutzend Unverbesserlichen, aber dennoch.

Schon in Salzburg Ärger gemacht

Legende: Video 20. März: FCB-Anhänger provozieren in Salzburg Spielunterbruch abspielen. Laufzeit 02:52 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 20.03.2014.

Die Vorkommnisse erinnerten an den 20. März 2014, als Chaoten im Basler Fanblock am Europa-League-Auswärtsspiel in Salzburg einen Spielunterbruch und um ein Haar gar einen Spielabbruch provoziert hatten. Der Image-Schaden war riesig. Die UEFA bestrafte den FCB mit einem Geisterspiel (gegen Valencia) sowie 130'000 Franken Busse.

Auch die Ausschreitungen in Aarau werden Folgen haben. Wie sehr diese Basel finanziell schmerzen werden, bleibt abzuwarten. Das Image hat aber bereits weiter gelitten.

Heusler: «Arbeiten hart daran»

Präsident Bernhard Heusler ist sich der Problematik mit einem Teil der FCB-Fans bewusst und sagte am Donnerstag nach dem Spiel: «Solche Bilder haben in einem Fussballstadion rein gar nichts verloren. Ich distanziere mich vehement davon. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten und wir arbeiten hart daran.»

Heusler wehrte sich davor, dass man einem Klubpräsidenten die alleinige Verantwortung in die Schuhe schiebt. «Wir können keine Täter-Verantwortung übernehmen. Das überspannt das, was man menschlich überhaupt machen kann.» Damit liegt der 50-jährige Jurist sicher richtig. Dennoch muss auch der FC Basel als Klub und Organisation das Problem irgendwie in den Griff kriegen.

Legende: Video Heusler zu den Fan-Auschreitungen abspielen. Laufzeit 00:52 Minuten.
Aus sportlive vom 15.05.2014.

52 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Urs Henner, Pfeffingen
    Reden, reden, reden . . . eine unendliche Geschichte! Wann wird gehandelt und ein klares Zeichen gesetzt; Chaoten hüben wie drüben. Die Vereine (Leitungsetage), der Verband und schlussendlich die Gesetzgebung muss Farbe bekennen und den klaren Worten Taten folgen lassen. Es wird seitens der Chaoten reingehauen, ausgeteilt und am Schluss wird der Polizei der Strick gedreht . . .jö, arme Fans!! Von wegen SUPER League...Desaster League. Wie lange schaut man noch zu? Nicht dem Fussball!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Dave, Igis
    Viele sprechen hier von Stadionverbot. Finde ich vollkommen korrekt. Das "würde" helfen. Da jedoch Fans mit Stadionsperren dennoch in die Stadien reinspazieren können, ohne richtig kontrolliert zu werden, bringt auch dieses "Scheinverbot" nichts! Die Clubs, die Sicherheitsleute und die Polizei sollen endlich die Kontrollen in den Griff bekommen und diese Stadionsperren durchziehen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Olivier Senn, Gansingen
    Ich war mit dre Buben in Aarau, leider fast zu nahe am Geschehen. Natürlich gabe es Idioten hüben und drüben, keine Frage! Aber aus meiner Sicht gibt es nur eine Möglichkeit: Die friedlichen Fans aus jedem Lager sollen die gewaltätigen aus dem eigenen Lager unter Kontrolle halten! Sei es durch Gespräche oder nötigenfalls durch Anzeige bei der Polizei. Es kann ja nicht sein, dass ein friedlicher FCB-Fan, der Verletzt wurde die Polizei anzeigt. Er soll gefälligst seine Chaoten-Kollegen anzeigen!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen