YB schliesst zur Tabellenspitze auf

Im Spiel zwischen YB und den Gästen aus St. Gallen haben sich die Berner knapp, aber verdient mit 1:0 durchgesetzt. Mit dem Sieg beschliessen die Berner eine wechselvolle Hinrunde auf versöhnliche Weise.

Noch vor wenigen Wochen herrschte in der Hauptstadt - wieder einmal - grosse Tristesse: Das ambitionierte YB schied im Cup beim biederen Le Mont aus, auch in der Meisterschaft drohte man nach dem perfekten Saisonstart mit 5 Siegen in die Mittelmässigkeit zu fallen.

Nun aber stellt sich die Lage zum Ende der Hinrunde weit weniger dramatisch dar, als es die notorisch selbstzweifelnden Berner zu glauben wagten: Durch den 1:0-Sieg im Spitzenspiel gegen St. Gallen ergänzt YB den Kreis der Titelanwärter, Uli Forte kann in aller Ruhe den Angriff auf Meister Basel in der Rückrunde planen.

Eckball-Tor lanciert mässige Partie

Für das goldene Tor und einen versöhnlichen Jahresabschluss sorgte Scott Sutter in der 39. Minute. Der Aussenverteidiger versenkte den Ball nach einem Corner im Netz - bis zu diesem Zeitpunkt bot das Spiel allerdings wenig Erbauliches. Das Geschehen spielte sich weitgehend im Mittelfeld ab, kaum einmal vermochte YB sein optisches Übergewicht in zählbare Offensiv-Aktionen umzumünzen.

Alexander Gerndts wuchtiger Weitschuss in der 28. Minute, den St. Gallens Keeper Daniel Lopar glänzend entschärfte, war bis zur Berner Führung das einsame Highlight einer durchschnittlichen Super-League-Partie.

St. Gallen zu keiner Reaktion fähig

In der zweiten Halbzeit war YB dem 2:0 näher als St. Gallen dem Ausgleich. Die Ostschweizer wirkten nach einer kräfteraubenden Hinrunde mental müde, zu einer echten Reaktion schienen sie kaum fähig. Jeff Saibene versuchte mit drei Wechseln das Offensivspiel der St. Galler zu beleben, Wölfli-Ersatz Yvon Mvogo wurde aber kaum einmal ernsthaft geprüft. Die verhaltene Schlussoffensive der St. Galler änderte nichts mehr am verdienten YB-Sieg.

Zufriedenheit aller Orten

Mit dem Sieg schliessen die Berner bis auf zwei Punkte zu Leader Basel auf, der Titelkampf im Frühjahr ist lanciert. St. Gallen verpasst dagegen den Sprung auf Rang 2. Trotzdem dürften die Ostschweizer, die in der Hinrunde zahlreiche Verletzungen und die Doppelbelastung aus Meisterschaft und Europa League zu verkraften hatten, mit dem Erreichten mehr als zufrieden sein.