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Super League YB - Sion: eine triste Nullnummer

Das Spiel zwischen YB und Sion hat mit einem Fussball-Leckerbissen nichts zu tun gehabt. Nach beidseits diskreten Leistungen trennten sich die Teams torlos und kommen damit weiter nicht vom Fleck.

Legende: Video Zusammenfassung YB - Sion abspielen. Laufzeit 4:02 Minuten.
Vom 17.04.2014.

Schon einmal haben die Young Boys und Sion in dieser Saison die Punkte geteilt. Doch das 2:2 in der Hinrunde war wenigstens das Ergebnis eines munteren Schlagabtausches - ganz im Gegensatz zum 0:0 am 30. Spieltag.

Kaum Tempo, kaum Ideen, kaum Chancen

Bereits die erste Halbzeit war sinnbildlich für die Situation, in der die beiden Teams stecken. Sie treten mehr oder weniger an Ort, YB etwa musste sich mit 5 Punkten aus den letzten 7 Partien begnügen.

Entsprechend lief das Spiel an: eher gemächlich, fehlerhaft, alles andere als inspirierend und mit nur wenigen, kaum zwingenden Chancen. Da war die 23. Minute oder der erste Weckruf für den Gastgeber, als Léo Itaperuna nach einem flinken Konter eine Hereingabe über das Tor drosch. Der gleiche Akteur vergab ebenfalls die zweite Walliser Möglichkeit (35.).

Die Berner prüften Andris Vanins ein erstes Mal in der 28. Minute. Ehe sie den ersten Eckball treten konnten, mussten sie sich sogar 37 Minuten lang gedulden. Kurz vor der Pause verdiente ein verzogener Fallrückzieher des Topskorers Josef Martinez immerhin das Prädikat «sehenswert».

Am Schlusspunkt vorbeigeschrammt

Die Hoffnung der 15'700 Zuschauer auf eine Besserung nach der Pausenstärkung sollte sich nicht erfüllen. YB blieb gegen einen kompakten Gegner wohl die dominierende Mannschaft. Aber letztlich ging der Tabellendritte auch zu wenig Risiko ein, damit eine der wenigen offensiven Aktionen einmal von Erfolg gekrönt wurde.

Eine hektische Schlussphase hätte einem zunehmend drückenden YB doch noch den Sieg bringen können. Doch Martinez vergab in der 91. Minute den Matchball, wie dies vor 4 Tagen beim 2:2 gegen den FCZ schon Yuya Kubo getan hatte.

Nicht das Terrain der Walliser

Sion, das Team mit der schwächsten Auswärtsbilanz, wird damit mit der YB-Heimstätte weiterhin nicht warm. Seit nunmehr 20 Meisterschaftsspielen und dem 17. August 1996 haben die Walliser in der Hauptstadt keine 3 Punkte mehr errungen. In 3 Fällen allerdings war der Berner Rasen sehr wohl ein Erfolgspflaster: 1997, 2006 und 2009 beim Gewinn der Cup-Trophäe.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Fabio Del Bianco, Spiez
    Man sieht dies schon die ganze Saison, ob bei Thun oder jetzt bei YB, dieser Martinez ist ein ganz feiner Fussballer. Der Fallrückzieher hätte ein Tor verdient. Einzelkritik ist etwas billig, doch Afum halte ich nicht für Stammplatz würdig. Forte sollte auf Frey setzen. Für Sion ist der (gewonnene) eine Punkt sicher wertvoll, und YB... ist immer noch auf Platz 3. Schöne Ostern allerseits.
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  • Kommentar von U. Ess, Oberwil
    Da kommt mir der Ausdruck 'Gurkenliga' in den Sinn. Obwohl der FCB in dieser Saison nicht speziell gut spielt, sind doch die anderen wirklich Gurken!
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    1. Antwort von Fabio Del Bianco, Spiez
      Jedem natürlich SEINE Meinung. Ich persönlich bin mit dem Ausdruck "Gurkenliga" nicht einverstanden. Die Super-League ist eine gute Liga. Der Massstab soll nicht bei den Top-Five (ENG, SPA, DEU, ITA, FRA) angelegt werden, aber die anderen Ligen wie (BEL, HOL, GRE, TUR) bspw. sind nicht viel besser. Wir hier in der Schweiz unterschätzen unsere(n) Fussball(er) immer wieder. Dort beginnt es. Ein wenig mehr Selbstbewusstsein und Eigenstolz... (ITA und DEU!!) schadet nicht! Nichts für ungut.
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  • Kommentar von YB forever, Wankdorf
    So wird's schwierig für YB, einen "europäischen" Platz am Ende der Saison zu ergattern. Es sind die altbekannten Mankos des Spiels über die Flügel, der Zuordnung in der Abwehr und der Impulse aus dem Mittelfeld. Wenn dann vorne auch nichts gelingen will, kann YB nicht gewinnen. YB hat talentierte Spieler. Daraus müsste doch endlich etwas Gescheites zu machen sein. Die Verantwortlichen sind nicht erst seit heute gefordert und sollten sich selbst endlich eingestehen, was falsch läuft. Hopp YB!
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