YB «zrügg im Glück»

Die Young Boys sind gestärkt aus ihrer zwischenzeitlichen Baisse herausgegangen und haben mit dem 2:1 gegen Luzern den fünften Sieg in Serie eingefahren. Bis zur Winterpause stehen noch zwei Partien an - eine davon hat es besonders in sich.

«Zrügg zum Glück» ist der Slogan einer diese Woche von YB-Fans lancierten Petition. Die Anhänger der Gelbschwarzen wünschen sich den alten Stadionnamen Wankdorf zurück und träumen von erfolgreichen Zeiten.

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Der Sieg gegen Luzern

7:59 min, aus sportaktuell vom 3.12.2014

Tore in Luzern, vergebene Chancen gegen Vaduz

Zumindest kurzfristig zurück im Glück sind die Spieler der Young Boys. Am Mittwochabend feierten sie mit einem 2:1 in Luzern den fünften Pflichtspiel-Sieg in Serie. YB überzeugte kämpferisch und hatte auch Fortuna auf seiner Seite.

«Wir hätten uns über ein Remis nicht beklagen dürfen», gestand Trainer Uli Forte unumwunden ein. «Wir haben zeitweise mit acht, neun Mann verteidigt», erklärte ein erleichterter und vor Freude strahlender Scott Suter.

Gestärkt aus dem Tief heraus

Vor ziemlich genau einem Monat hatte sich die Lage bei den Bernern gänzlich anders präsentiert. Forte musste eine 0:1-Heimniederlage gegen Aufsteiger Vaduz erklären, es war die dritte Meisterschaftsniederlage in Serie. «Ich frage mich, was wir verbrochen haben», haderte Forte damals. Sein Team hatte auf ein Tor gespielt, es aber auf fast alle möglichen und unmöglichen Arten fertiggebracht, keinen Treffer zu erzielen.

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Die Niederlage gegen Vaduz

4:55 min, aus sportpanorama vom 2.11.2014

Der Trainer verstand es, sein Team nach diesem Tiefschlag und der folgenden 0:3-Niederlag in Napoli aufzurichten. «Ich habe meinen Spielern erklärt, dass wir gestärkt aus dem Tief herauskommen werden», so Forte.

Er sollte Recht behalten. Auch wenn YB in Luzern spielerisch nur bedingt überzeugen konnte, so präsentierte es sich zumindest effizient und holte die wichtigen Auswärtspunkte.

Entscheidungsspiel vor der Winterpause

Am Samstag gastieren die Berner bei GC und könnten im besten Fall den FCZ als zweitplatziertes Team ablösen. Und dann folgt am Donnerstag das kapitale Europa-League-Heimspiel gegen Sparta Prag. Das Stadion heisst dann Stade de Suisse, frühestens im kommenden Sommer wird es seinen alten Namen zurückerhalten. Und trotzdem dürften die YB-Fans hoffen, dass sie sich nach dem Schlusspfiff «zrügg im Glück» fühlen dürfen.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 3.12.14, 22:06 Uhr