Brasiliens Kicker: Das Geld in der Heimat lockt

Brasiliens Nationalmannschaft liest sich wie das «Who is Who» des internationalen Fussballs. Doch längst nicht alle Spieler verdienen ihr Geld in Europa. Mehrere aktuelle Nationalspieler, darunter Stürmerstar Fred, sind in der Heimat engagiert.

Fred (links) schoss Fluminense in der vergangenen Saison zum brasilianischen Meistertitel.

Bildlegende: In Brasilien ein grosser Star Fred (links) schoss Fluminense in der vergangenen Saison zum brasilianischen Meistertitel. Keystone

Dass brasilianische Stars den Wechsel nach Europa nicht mehr um jeden Preis suchen, kommt nicht von ungefähr. Brasiliens Wirtschaft boomt und erlaubt es den Klubs, umworbene Spieler zu halten. Dies macht eine Art «Mischrechnung» möglich. Die Vereine zahlen ein Grundgehalt, welches von Wirtschaftsunternehmen durch lukrative Werbeverträge erhöht wird.

Zudem findet im nächsten Jahr die WM im eigenen Land statt. Viele Akteure hoffen, durch gute Leistungen bei der Copa Libertadores die Chance auf ein WM-Ticket zu erhöhen. Das Pendant zur Champions League geniesst in Lateinamerika hohes Ansehen.

«Party-Klausel» bei Neymar

Auch Neymar liess sich für einen Wechsel nach Europa bis in diesem Sommer Zeit, nachdem er zuvor etliche lukrative Angebote ausgeschlagen hatte. Um dem Heimweh vorzubeugen, liess der 21-Jährige eine spezielle Klausel in seinem Vertrag verankern. So ist «Barça» verpflichtet, seine Kumpels alle zwei Monate einfliegen zu lassen und muss dabei sämtliche Kosten übernehmen.

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Verfolgen Sie das Test-Länderspiel zwischen der Schweiz und Brasilien am Mittwoch ab 20:00 Uhr live auf SRF zwei oder im Livestream.