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Test-Länderspiele Koller: «Es ist ein sehr spezielles Spiel für mich»

Ein Schweizer tritt mit Österreich gegen die Schweiz an: Auch für Austria-Coach Marcel Koller keine alltägliche Situation. Der 55-Jährige zum Spiel, zum ÖFB-Team und zu seiner Zukunft.

Legende: Video Marcel Koller zum Spiel gegen die Schweiz abspielen. Laufzeit 05:04 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 15.11.2015.

Am Dienstagabend ist um 20:45 Uhr Kick-off im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Die Schweiz trifft auswärts auf Österreich. Und auch auf Marcel Koller. Der 55-jährige Zürcher ist seit vier Jahren beim Österreichischen Fussball-Bund angestellt und führte das ÖFB-Team an die EURO 2016.

Ich habe 55 Mal für die Schweiz gespielt, aber noch nie gegen sie.

Geschafft wurde das auf überzeugende Art und Weise. Österreich belegte nach 9 Siegen und nur einem Remis souverän den 1. Platz. «Es ist niemand davon ausgegangen, dass es so rund läuft und wir 28 Punkte holen», macht auch Koller im Interview mit SRF Sport klar. Russland (20 Punkte) und Schweden (18 Punkte) blieb in der Gruppe G klar das Nachsehen.

Österreich-Trainer Marcel Koller blickt in die Weite.
Legende: Wohin geht sein Weg? Marcel Koller trifft mit Österreich auf die Schweiz. Seine Zukunft im ÖFB-Team ist noch nicht geklärt. Keystone

Nun wartet die Schweiz. «Es ist ein sehr spezielles Spiel für mich. Ich habe 55 Mal für die Schweiz gespielt, aber noch nie gegen sie.» Koller wirkt ruhig und abgeklärt, einzig seine Worte machen klar, dass am Dienstagabend auch für ihn nicht reine Normalität herrschen wird.

Bereits vor einer Woche kündigte sich diese nicht ganz normale Ausgangslage an. Koller gewährte der NZZ am Sonntag, Link öffnet in einem neuen Fenster und der SonntagsZeitung, Link öffnet in einem neuen Fenster zwei grosse Interviews. Am Sonntag-Nachmittag äusserte er sich am Wiener Flughafen gegenüber SRF Sport.

Marcel Koller zur Euphorie in Österreich:

  • «Es kommen wildfremde Leute auf mich zu und bedanken sich bei mir für die Leistungen.» (SRF Sport)
  • «Es ist alles schnell supergut, aber manchmal verfallen die Österreicher diesem Gefühl auch. Sie sollen es ja schon geniessen, meine Spieler ebenfalls. Aber hin und wieder muss ich auch etwas bremsen.» (NZZ am Sonntag)
  • «Österreich ist in der Weltrangliste seit langem wieder vor der Schweiz platziert. Das tut der österreichischen Fussball-Seele gut.» (SRF Sport)

Marcel Koller zu seinem Team:

  • «Wir sind eine verschworene Gemeinschaft. Da das Team schon vier Jahr zusammen ist, hat sich ein guter Teamgeist entwickelt. Und ich verfüge über sehr gute Fussballer.» (SRF Sport)
  • «Bevor ich zusagte, schaute ich sechs, sieben Länderspiele an und kam zum Schluss: Da ist Potenzial vorhanden. Und ich wusste, dass ich die nötige Geduld habe.» (SonntagsZeitung)

Marcel Koller zu seiner Arbeitsweise:

  • «Ich muss den Spieler zum gleichen Denken bringen, das ich habe. Und natürlich ist das wirksamste Mittel der Sieg, der ihm dann bestätigt: Stimmt ja, was der Trainer mir sagt. Fussball spielen kann hier jeder. Ich sagte am Anfang oft: Zeigt es!» (SonntagsZeitung)

Marcel Koller zu seiner Zukunft:

  • «Ob es zu einer Einigung kommen wird oder nicht, weiss ich heute noch nicht.» (NZZ am Sonntag)
  • «Ich habe immer gesagt, dass die EURO nicht zwangsläufig das Ende meiner Zeit in Österreich sein muss. Nicht, wenn ich noch Entwicklungspotenzial sehe.» (NZZ am Sonntag)

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur Nationalmannschaft