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UEFA EURO 2016 Rumänien feuert Medizinstab und gibt EM-Kader bekannt

Während Rumänien die erweiterte Selektion für die Euro bekannt gibt, tobt im Hintergrund eine Schlammschlacht.

Anghel Iordanescu an einer Medienkonferenz.
Legende: Anghel Iordanescu gab das EM-Kader bekannt und entliess zusammen mit Verbandspräsident Burleanu die ganze medizinische Abteilung. Imago

In weniger als 30 Tagen spielt Rumänien das Eröffnungsspiel der Euro 2016 gegen Gastgeber Frankreich. Doch der feierliche 10. Juni ist derzeit noch weit entfernt vom rumänischen Nationalstadion. Die Atmosphäre beim Schweizer Gruppengegner ist angespannt.

  • Am Mittwoch gab der Verband bekannt, dass der 65-jährige Team-Arzt Pompiliu Popescu und sein Medizinstab das Nationalteam per sofort verlassen müssen – nach 25 Jahren.
  • Offizielle Begründung: Popescu habe das Rentenalter erreicht.
  • Der Arzt erklärt aber, dass Verbandspräsident Razvan Burleanu und Trainer Anghel Iordanescu ihn nicht mehr wollten.

Nachtreten und Lobeshymnen

Popescu tritt darum nach: «Ich fühle mich vorgeführt. Der jetzige Präsident [Burleanu] versteht nichts von diesem Sport. Er kennt nicht einmal die Spieler.» Dieser entgegnete prompt: «Die medizinische Abteilung war ein Relikt der Korruption und des Amateurismus.»

Valeriu Rachita, Ex-Assistenz-Trainer der rumänischen Nationalmannschaft, nimmt Popescu aber in Schutz und bekräftigt dessen Professionalität: «Hagi und Popescu spielten in Barcelona, aber kamen immer zurück nach Bukarest für die Behandlungen». Dies sei Beweis genug, um die Anschuldigungen von Burleanu zurückzuweisen.

Euro-Kader wird bekannt

Von Ruhe und positiver Energie kann kurz vor der Euro nicht die Rede sein. Das erste Aufgebot für das Trainingslager in Italien ab nächsten Mittwoch enthält derweil keine grossen Überraschungen.

Für eine Kontroverse sorgte einzig die Nichtnominierung von Stürmer Constantin Budescu, der mittlerweile in Chinas zweiter Liga spielt: «Ich bin enttäuscht. Man hätte mir eine Chance geben müssen», beklagte sich Budescu, der Rumänien mit einigen wichtigen Toren den Weg zur Euro geebnet hatte.

Rumäniens 28-Mann-Kader:

  • Tor: Ciprian Tatarusanu (Florenz), Costel Pantilimon (Watford), Silviu Lung (Astra)
  • Verteidiger: Cristian Sapunaru (Pandurii), Alexandru Mațel (Dinamo Zagreb), Vlad Chiricheș (Napoli), Valerică Gaman (Astra), Dragoș Grigore (Al Sailiya), Cosmin Moti (Ludogorets), Razvan Raț (Rayo Vallecano), Steliano Filip (Dinamo Zagreb), Alin Tosca (Steaua Bukarest)
  • Mittelfeld: Mihai Pintilii (Steaua Bukarest), Ovidiu Hoban (Hapoel Be'er Sheva), Adrian Ropotan (Pandurii), Andrei Prepelita (Ludogorets), Adrian Popa (Steaua Bukarest), Gabriel Torje (Osmanlispor), Alexandru Chipciu (Steaua Bukarest), Andrei Ivan (CSU Craiova), Alexandru Maxim (VfB Stuttgart), Nicolae Stanciu (Steaua Bukarest), Lucian Sanmartean (Al Ittihad)
  • Stürmer: Claudiu Keseru (Ludogorets), Bogdan Stancu (Genclerbirligi), Florin Andone (Cordoba), Denis Alibec (Astra), Ioan Hora (Pandurii)

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Euro 2016

Der 28-jährige Emanuel Rosu arbeitet als Fussballjournalist in Rumänien und wird während der Euro 2016 für SRF Sport berichten.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Peter Smart, Ostschweiz
    Ich hoffe, dass aus dieser Gruppe Frankreich und Rumänien weiterkommen. Auch Albanien wäre gut. Die Schweiz kann auf diesem Niveau nicht mithalten, sie sollte sich die Tortur EM nicht mehr antun. Frankreich ist unser Nachbarland, wir können ja auch für die Franzosen fanen! Die geschundene französische Seele kann möglichst viele hohe Siege nur zu gut brauchen. Deshalb, auch für den Match gegen die Schweiz: Allez les bleus! Fiers d'être bleus!
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