Gegen Frankreich gilt: Alles oder Nichts

Beim 2:1-Sieg gegen Island hat die Frauen-Nati neuen Mut geschöpft. Gegen die Turnier-Mitfavoritinnen aus Frankreich geht es nun um das Erreichen des gesteckten Ziels: den Viertelfinal-Einzug.

Die Leistung gegen Island als Reaktion auf das Österreich-Spiel kann als Achtungserfolg gewertet werden. Gegen Frankreich folgt nun aber der noch grössere Härtetest. Im Duell mit der Nummer 3 der Welt am Mittwoch in Breda braucht die Schweiz zwingend einen Sieg, um die Runde der letzten acht zu erreichen.

Statistik spricht klar gegen die Schweiz

Das allererste Duell gegen das Nachbarland war am 4. Mai 1972 in Basel gleichbedeutend mit dem ersten offiziellen Frauen-Länderspiel der Schweiz überhaupt.

  • Es endete 2:2 und war eines von 4 Unentschieden bis heute.
  • 12 Mal siegten «Les Bleues».
  • Die Schweiz konnte nur 4 Siege verbuchen.

Der letzte Vollerfolg der Schweizerinnen datiert aus dem Jahr 2002, die letzten 5 Aufeinandertreffen entschied der Gruppenfavorit für sich.

Aussenseiterrolle als Trumpf?

Entsprechend kommentiert Martina Voss-Tecklenburg die Ausgangslage: «Wir haben es in den eigenen Füssen», so die 49-Jährige. «Aber wir wissen, dass alles zusammenkommen und der Gegner möglicherweise etwas schwächeln muss.» Zumindest das Selbstvertrauen und die positive Stimmung sind nach dem Island-Spiel zurück.

«  Wir müssen gegen Frankreich das gerade biegen, was wir gegen Österreich verbockt haben. »

Voss-Tecklenburg

Die Schweizerinnen werden als Aussenseiter in die Partie gehen – eine Situation, die ihnen behagt. «Wir sind nicht der Favorit. Aber dies ist offensichtlich die Rolle, die uns besser liegt», so die Trainerin. Von ihrer ursprünglichen Zielsetzung, dem Erreichen der Viertelfinals, will sie derweil nicht abweichen: «Wir müssen gegen Frankreich das gerade biegen, was wir gegen Österreich verbockt haben.»

Schafft die Schweizer Frauen-Nati den Viertelfinal-Einzug?

  • Optionen

Captain wohl wieder an Bord

Der zuletzt angeschlagene Captain Caroline Abbé kam in der Partie gegen Island nicht zum Einsatz. Die Genferin dürfte gegen Frankreich wieder auflaufen und zeigt sich optimistisch: Die Französinnen hätten im bisherigen Turnierverlauf nicht den Fussball gezeigt, den man von ihnen erwartet habe.

Und die Innenverteidigerin freut sich noch aus einem anderen Grund auf das Gruppenspiel mit Achtelfinal-Charakter: «Für uns Romands sind Spiele gegen Frankreich immer sehr speziell. Es ist unser Derby.»

Video «Dickenmann blickt auf die kapitale Partie gegen Frankreich» abspielen

Für Dickenmann ist das Spiel doppelt speziell

3:15 min, aus sportaktuell vom 25.7.2017

Sendebezug: SRF zwei, sportflash, 25.07.17, 20:05 Uhr.