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WM-Qualifikation Barrage kompakt oder «dein Haus ist mein Haus»

Nicht nur die Schweiz muss noch um das WM-Ticket kämpfen. Mit Italien, Schweden oder Kroatien stehen einige grosse Namen in der Barrage. Was spricht für wen?

Fussballspieler
Legende: Diese Stars drohen die WM zu verpassen Buffon (Italien), Mandzukic (Kroatien), Eriksen (Dänemark), Forsberg (Schweden). Keystone; SRF

Schweden-Italien

  • Die Ausgangslage: Die beiden «Opfer» der Hammergruppen treffen im Barrage-Hit aufeinander. Italien hatte gegen Spanien das Nachsehen, Schweden musste Frankreich ziehen lassen. Immerhin aber machte «Tre Kronor» den WM-Traum der Niederlande zunichte.
  • Das dürfte die Zuschauer erwarten: Eine zentrale Frage im schwedischen Spiel lautet: Kann die Offensive um Emil Forsberg und Marcus Berg den zurückgetretenen Superstar Zlatan Ibrahimovic vergessen machen? Bei Italien wiederum hofft man auf Ciro Immobiles Hochform (14 Tore in 11 Serie-A-Spielen für Lazio).
  • Was noch zu sagen wäre: «Ich habe nie in Betracht gezogen, die WM zu verpassen. Italien hat uns nie hängen lassen. Und wir werden Italien nicht hängen lassen.» (Gian Piero Ventura, Coach der «Squadra Azzurra», ist zuversichtlich).

Kroatien-Griechenland

  • Die Ausgangslage: Die Griechen setzten sich in ihrer Gruppe gegen Bosnien durch, mussten aber Belgien den Vorzug lassen. Kroatien landete etwas überraschend hinter Gruppensieger Island, dafür vor der Ukraine und der Türkei.
  • Das dürfte die Zuschauer erwarten: Wie beim EM-Titel 2004 setzt «Hellas» auf das Defensiv-Motto «Safety first». Die favorisierten Kroaten präsentierten sich in der Gruppenphase aber auch von ihrer minimalistischen Seite. Dies unterstreicht das Torverhältnis von 15:4 (in 10 Spielen).
  • Was noch zu sagen wäre: «Die Fifa hat ihn für etwas bestraft, das jeder Fussballer macht. Das ist nicht richtig.» (Griechenland-Trainer Michael Skibbe über die Sperre von Manolas, der 2 Spiele zuvor absichtlich Gelb holte.)

Dänemark-Irland

  • Die Ausgangslage: Für Dänemark war Polen zu stark. Irland, das Wales und Österreich aus der Entscheidung warf, platzierte sich hinter Serbien.
  • Das dürfte die Zuschauer erwarten: Im nominell ausgeglichensten Duell treffen zwei Teams mit Gefahr auf ein Barrage-Trauma aufeinander. In den Playoffs 2010 scheiterte Irland an Frankreich, da Thierry Henry ein klares Hands-Tor (Video am Ende des Artikels) erzielte. 4 Jahre später verpasste Dänemark als schlechtester Gruppenzweiter die Barrage denkbar knapp.
  • Was noch zu sagen wäre: Dänen-Coach Age Hareide ist ein guter Freund seines irischen Gegenparts Martin O'Neill. Die beiden spielten bei Manchester City und dann auch bei Norwich zusammen. Hareide mietete zu Norwich-Zeiten gar ein Haus des Iren. O'Neill meinte im Vorfeld des Barrage-Duells dazu lachend: «Ja, aber dafür bezahlt hat er nicht.»
Legende: Video «The Hand of Frog» - die unrühmliche Szene von Thierry Henry abspielen. Laufzeit 0:46 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 24.06.2016.

Sendebezug: SRF 4 News, 6.11.17, 17:47-Uhr-Bulletin