Josip Simunic - WM-Teilnahme in Gefahr?

Mit einem 2:0-Sieg gegen Island hat sich Kroatien am Dienstagabend die WM-Teilnahme gesichert. Für Josip Simunic ist das WM-Ticket aber in Gefahr. Der ehemalige Bundesliga-Profi (HSV, Hertha und Hoffenheim) leistete sich nach der Partie einen unrühmlichen Aussetzer. Die FIFA untersucht den Vorfall.

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WM-Barrage: Kroatien - Island

0:39 min, vom 20.11.2013

«Za Dom!», schrie Simunic nach Spielschluss im Maksimir-Stadion von Zagreb ins Mikrofon. «Spremni!», antworteten ihm die Fans. Eine faschistische Parole aus dem Zweiten Weltkrieg.

Präsident Josipovic: «Völlig unangebracht»

«Unser Team hat solange auf diese Feier gewartet und dann verdirbt Joe alles», kritisierte die Tageszeitung 24sata und nannte den Vorfall «beschämend».

Selbst Staatsoberhaupt Ivo Josipovic schaltete sich ein und nannte Simunics Geste «völlig unangebracht».

«Sollen sie mich doch bestrafen»

Alles andere als reumütig zeigte sich Simunic: «Ich wollte es tun. Sollen sie mich doch bestrafen», so der 35-Jährige. «Wir untersuchen den Vorfall», sagte ein FIFA-Sprecher. Simunic droht somit ein Nachspiel vor der Disziplinarkommission. Bereits gebüsst wurde er von der kroatischen Justiz mit einer Strafe in der Höhe von 3200 Euro.

Za Dom - Spremni!

Der umstrittene Ustascha-Gruss heisst übersetzt: «Für die Heimat – bereit!» Der Ustascha, ein 1929 gegründeter Geheimbund, wird ein faschistischer Hintergrund nachgesagt.