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WM-Qualifikation Nazi-Parolen und Pöbeleien: Deutsche Anhänger sorgen für Eklat

Weltmeister Deutschland hält in der WM-Quali beim Punktemaximum. Die Fans verhielten sich beim 2:1-Sieg gegen Tschechien indes alles andere als weltmeisterlich.

Nach 7 Siegen aus 7 Spielen ist die deutsche Bilanz makellos. Der glanzlose 2:1-Sieg gegen Tschechien wurde jedoch von skandalösem Verhalten einiger Deutscher Anhänger überschattet: Nationalsozialistische Parolen und üble Beleidigungen sorgten am Tag nach der Partie für ein lautes mediales Echo.

Sieg Heil! Scheiss DFB! Timo Werner Hurensohn!
Autor: Deutsche Anhänger in Prag

Pöbeleien, vereinzelte «Sieg-Heil»-Rufe und üble Beleidigungen gegen den DFB waren aus einem Pulk von etwa 200 Personen zu hören gewesen. Beide Nationalhymnen und eine Schweigeminute wurden durch Unflätigkeiten gestört.

Timo Werner wurde mit «Hurensohn»-Rufen eingedeckt – nicht zum ersten Mal. Die Spieler verzichteten in der Folge auch darauf, sich nach der Partie bei den Fans zu bedanken und traten den direkten Gang in die Kabine an.

Wir waren uns alle einig, dass wir da jetzt nicht noch in die Kurve gehen.
Autor: Julian Brandt
Katastrophe! Ganz schlimm! Das sind keine Fans, das sind Krawallmacher, Hooligans.
Autor: Mats Hummels

Teammanager Oliver Bierhoff spielte den Vorfall herunter und nahm die Medien in die Pflicht:

Das sollte man nicht zu hoch hängen. Ich würde einfach mal vorschlagen, dass wir nicht mehr darüber schreiben.
Autor: Oliver Bierhoff

DFB-Präsident Reinhard Grindel lobte seine Spieler. Die Mannschaft habe «ein klares Signal» ausgesendet. Zu den pöbelnden Zuschauern meinte er:

Wir werden niemals faschistische, rassistische, beleidigende oder homophobe Schlachtrufe dulden.
Autor: Reinhard Grindel
Legende: Video Hummels trifft spät zum Sieg abspielen. Laufzeit 1:43 Minuten.
Vom 01.09.2017.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 01.09.17, 22:05 Uhr

38 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Bach (TBach)
    Frau Besancon hat insofern schon recht, dass die kleineren, rechtsextremen Gruppen bei weitem nicht so gewaltbereit sind, wie die Linken und gar nicht der Rede wert sind. Das Problem um das es hier geht und um das es generell im Fußball geht, wird ausschließlich von Faschisten, bzw. linksextremen verursacht.
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  • Kommentar von P. Schmid (Balance)
    Es gibt im Fussball ein Problem mit der Rechtsextremen Szene. Das streitet wohl Niemand ab. Siehe etwa die Zuständie in Italien. Es gibt im Fussball ebenso ein Problem mich der linksextremen Szene. Das dies hier teilweise abgestritten wird, muss einem Sorge machen. G20 Linksextreme identifizierte Gruppe war aus der Fussball-Szene St. Pauli. Wie In Dortmund hat man grosse Probleme mit Rechtsextremen und Linksextremen. Natürlich sind bede ein Problem. u.a. Gewalt gegen Polizisten IST ein Problem
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    1. Antwort von Frank Henchler (Fränki)
      Ich behaupte mal, dass ich die Bundesliga sehr gut kenne. Ich war in fast schon allen Bundesliga Stadien, außer Wolfsburg, Augsburg und Hoffenheim und mir ist nicht ein Fall von linksextremer Gewalt aus Fußballstadien bekannt der mit dem zu vergleichen wäre, was in Prag, Berlin oder Dortmund zu vergleichen wäre. Glauben Sie mir...Linksextreme Gewalt ist in Bundesliga Stadien nicht existent ;)
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    2. Antwort von Thomas Bach (TBach)
      "Glauben Sie mir...Linksextreme Gewalt ist in Bundesliga Stadien nicht existent ;)" Danke für das natürlich bei diesem Thema angebrachte Smilie. Sagt alles. Natürlich ist die Linksextreme Szene vorhanden und ein Problem. Lustig unten räumt FH die St.Pauli Linksextreme Fanszene ein und hier streitet er sie wieder ab. P. Schmid hat natürlich recht.
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    3. Antwort von P. Schmid (Balance)
      "Ich behaupte mal, dass ich die Bundesliga sehr gut kenne. Ich war in fast schon allen Bundesliga Stadien" Kompliment. Jetzt bitte erklären, warum man weiss wenn man schon in verschiedenen Stadien war, dass es niemals zu linksextremer Gewalt kommt. Ach ja ich war schon in allen Stadien. Bis auf Freiburg (dort ist es schwer wegen den Tickets) ich habe noch nie Rechtsextreme Gewalt erlebt. Nach dieser Logik gibt es also keine Rechtsextreme Gewalt beim Fussball?
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  • Kommentar von Frank Henchler (Fränki)
    Herr Bächler hat insofern schon recht, dass die kleineren, linksextremen Gruppen bei weitem nicht so gewaltbereit sind, wie die Rechten und gar nicht der Rede wert sind. Das Problem um das es hier geht und um das es generell im Fußball geht, wird ausschließlich von Faschos, bzw. Rechtsextremen verursacht.
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    1. Antwort von Serena Gnabry (SerenaG)
      "Herr Bächler hat insofern schon recht, dass die kleineren, linksextremen Gruppen bei weitem nicht so gewaltbereit sind"Wo wurde das gesagt. Bitte um Zitat. Ich sehe nur ein abstreiten von Ihnen, dass es Linksextreme beim Fussball gibt. Beide Extreme sind schimm. Ich bin ähnlich empört wie NB, dass Sie zwar empört sind wenn man Rechtsextreme vermeintlich zu wenig verurteilt und gleichzeitig keine Problem bei Linksextremen gibt.. Warum nehmen sie Linksextreme in Schutz?
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    2. Antwort von P. Schmid (Balance)
      Gewalt gegen Polizisten, gegen Mäzen. Kampf gegen polizeiliche Ueberwachung, personalisierte Tickets. Kampf gegen teure Tickets, Kampf gegen den extremen Kapitalismus und das Busness-Denken vieler Vereinen...Dies alles findet man von Gruppen im Fussball. IDENTISCHE Motive hat der Schwarze Block, Linksextreme. Und sie sehen FH da kein Problem? Gewalt gegen zb. Polizisten ist ok? Es gibt ein grosses Problem von Rechtsextremen, aber eben auch Linksextremen. Siehe Dortmund, St. Pauli alleine in D.
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    3. Antwort von Frank Henchler (Fränki)
      Frau Gnabry, für Sie das gleiche. Ich kenne fast alle Bundesliga Stadien und linksextreme Gewalt ist nicht existent, bzw. vernachlässigbar. Es gibt einige wenige, die sich gegen die fortschreitende Kommerzialisierung des Fußballs einsetzen, das war´s aber schon. Da sind ein "Sieg heil" oder "Juden raus " schon ganz andere Kaliber.
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    4. Antwort von Frank Henchler (Fränki)
      Herr Schmid. Was ist daran schlimm, gegen die Kommerzialisierung des Fußballs zu sein. Finden sie es ok, für einen Spieler 222 Mill zu bezahlen? Es ist absolut legitim, dagegen gewaltfrei zu protestieren, sowie gegen die Totalüberwachung. Und der G20 Gipfel hat schon mal gar nichts mit Fußball Fans zu tun. Gehen Sie mal nach St. Pauli ins Stadion. Das sind die tolerantesten Fans überhaupt. Nur gegen Rechts haben Sie was und das ist auch ok !
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    5. Antwort von P. Schmid (Balance)
      Frank Hechler für Sie nochmals das gleiche. Ich war auch schon in fast allen Fussballstadien in Deutschland (kann ich jedem Fussballfan nur empfehlen, sind echt tolle Stadien) ich habe dabei noch nie Rechtsextreme Gewalt erlebt. Also nach dieser Logik von Ihnen gibt es somit keine Rechtsextreme Gewalt? Falsch. Es gibt Linksextreme und Rechtsextreme Gewalt. Beides muss der DFB, FIFA, UEFA rigoros bekämpfen.
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    6. Antwort von P. Schmid (Balance)
      "Was ist daran schlimm, gegen die Kommerzialisierung des Fußballs zu sein." Wo habe ich das gesagt. Bitte um exaktes Zitat bin sehr gespannt. "G20 Gipfel hat schon mal gar nichts mit Fußball Fans zu tun. Gehen Sie mal nach St. Pauli ins Stadion. Das sind die tolerantesten Fans überhaupt" Ach jetzt auf einmal. Unten die Linksextreme Szene in St.Pauli eingeräumt. Natürlich hat der G20 damit zu tun. Dort wurde eine Linksextreme Gruppe als Linksextreme aus der Fanszene St. Pauli erkannt.
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