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WM-Qualifikation Pfiffe gegen Piqué, Spanier brechen Training ab

Spaniens Nationalteam hat am Montag sein öffentliches Training wegen Pfiffen und Schmähungen gegen Barcelona-Verteidiger Gerard Piqué abgebrochen.

Legende: Video Piqué für Kataloniens Unabhängigkeit abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 03.10.2017.

Das Unabhängigkeits-Referendum von Katalonien stellt auch Spaniens Nationalteam vor eine Zerreissprobe. Das Training der Spanier ist am Montag nach Pfiffen und Beleidigungen gegen Verteidiger Gerard Piqué nach rund 25 Minuten abgebrochen worden.

«Piqué, hau ab»

Wegen seiner Unterstützung für die Unabhängigkeit Kataloniens hielten einige Zuschauer im Trainingszentrum bei Madrid Schilder mit Schmähungen wie «Piqué, hau ab» in die Höhe. Einige Transparente gingen dermassen unter die Gürtellinie, dass sie von der Polizei konfisziert wurden. So wurde Piqué unter anderem mit Erbrochenem verglichen.

Nationalcoach Julen Lopetegui brach die öffentliche Einheit deshalb nach etwas mehr als 20 Minuten wieder ab. Am Freitag spielt Spanien in der WM-Qualifikation gegen Albanien.

Piqué hatte am Vortag unter Tränen seinen vorzeitigen Rücktritt aus dem Nationalteam angeboten, Lopetegui aber lehnte diesen ab. Der Verteidiger des FC Barcelona tritt seit langem offen für die Unabhängigkeit Kataloniens ein.

Geisterspiel von Barcelona

Beim von der spanischen Zentralregierung nicht anerkannten Referendum am Sonntag waren zahlreiche Katalanen mit Polizeigewalt an der Abstimmung gehindert worden, etliche wurden verletzt.

Der FC Barcelona hatte wegen des Referendums vor leeren Rängen gegen Las Palmas (3:0) gespielt. Piqué sprach anschliessend vom «härtesten Spiel» seiner Karriere.

Sendebezug: SRF 1, tagesschau, 03.10.2017, 12:45 Uhr

6 Kommentare

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  • Kommentar von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
    Wie würde eigentlich Katalonien als Staat heissen? Auch Catalunya resp Katalonien?
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  • Kommentar von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
    Soso, der Nationaltrainer hat Piqués Vorschlag zum Rücktritt abgelehnt - zum Heulen. Kann er denn nicht über sein Leben selber entscheiden? Piqué hat schon alles erreicht, was den meisten anderen Fussballern verwehrt bleibt: Weltmeister, Europameister und Champions-League-Sieger. Gerade jetzt wäre der Zeitpunkt zum Rücktritt ideal. Die Unabhängigkeitsbewegung Kataloniens braucht gerade auch so bekannte Leute wie ihn. Der andere Weltklasse-Verteidiger Carles Puyol ist ja schon dabei.
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    1. Antwort von Carlos Olgiati (C.O.)
      Pique hat sich schon immer für die Unabhängigkeit Kataloniens ausgesprochen. Sein Vorschlag wurde abgelehnt, dies bedeutet aber nicht das Pique nicht rücktreten darf falls er möchte. Pique spuckt immer grosse Töne, aber lässt selten Aktionen folgen. Dass er nicht der Hellste ist, hat man spätestens nach dem "Neymar-Drama" gesehen.
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    2. Antwort von Jens Mueller (Jens Mueller)
      @Juha Stump Er hat ihn nicht zum Rücktritt gebeten. Er hat nur gesagt falls er selber ein Problem für die Mannschaft und Trainer sei werde er gerne zurücktreten.
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Schuster bleib bei deinen Leisten. Pique wurde nicht als Politiker gewählt sondern wird fürs Fussballspielen bezahlt.
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