«Zwerg» Montenegro träumt - England zittert

Nach dem 1:1 gegen Montenegro droht England die direkte WM-Qualifikation zu verpassen. Der Balkanstaat hat derweil realistische Chancen, zum 1. Mal in der noch jungen Geschichte des Landes eine WM-Endrunde zu erreichen.

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WM-Qualifikation («tagesschau»)

1:23 min, aus Tagesschau am Mittag vom 27.3.2013

«Dam it!», titelt das englische Boulevard-Blatt Sun nach dem mageren 1:1 der «Three Lions» gegen Montenegro. "Dam" (auf Deutsch Damm) in Anspielung auf das glitschige Spielfeld, das bereits im Vorfeld der Partie für Diskussionsstoff gesorgt hatte und Montenegro-Coach Branko Brnovic zu einer provokativen Aussage hinreissen liess.

Schwache 2. Halbzeit Englands

Weshalb es trotz starker 1. Halbzeit nicht zum Sieg reichte, wusste Coach Roy Hodgson nach dem Abpfiff sofort: «Um das Spiel am Ende gewinnen zu können, hätten wir in der 2. Hälfte so auftreten müssen wie in den ersten 45 Minuten.» Die Nachlässigkeit der Engländer wurde in der 77. Minute durch Damjanovic bestraft, statt 3 gab es am Ende nur 1 Punkt für die Gäste.

Wieder kein Sieg gegen Montenegro

England läuft nach dem Remis Gefahr, die direkte WM-Qualifikation zu verpassen. Das Team von Roy Hodgson liegt 4 Spiele vor Schluss 2 Punkte hinter Montenegro und schaffte es auch im 3. Anlauf nicht, die Südosteuropäer zu bezwingen. Bereits in der Qualifikation zur EM 2012 gab es 2 Unentschieden.

Erste WM-Teilnahme in Brasilien?

Kein Wunder, beginnt man im kleinen Balkanstaat langsam aber sicher zu von einer WM-Qualifikation zu träumen: «Das ist ein grossartiges Resultat für uns, das uns alle Chancen offen lässt, uns für die WM zu qualifizieren», sagte Stürmerstar Mirko Vucinic. Es wäre die 1. EM- oder WM-Endrunde des 625'000-Einwohner-Landes, das sich 2006 von Serbien getrennt hatte.