Zyperns Bevölkerung foutiert sich derzeit um Fussball

Die Reise der Schweizer Nati zum WM-Quali-Gegner kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Das Land ist wegen der Finanz- und Bankenkrise in Aufruhr. Das könnten auch die Schweizer Fans zu spüren bekommen.

Proteste in Nikosia

Bildlegende: Proteste in Nikosia Zyprer demonstrieren gegen die von der EU auferlegte Abgabe auf Bankguthaben. Reuters

Die Verschuldung des zyprischen Staats hat seit dem Wochenende Folgen für den Normalbürger: Die Banken sind derzeit geschlossen - und sollen es nach Willen der EU solange bleiben, bis Zypern eine Zwangsabgabe auf Bankguthaben gutheisst. Erst dann gibt die EU ein 10-Milliarden-Euro-Hilfspaket frei.

Schweizer Fans: Bargeld in Euro mitnehmen

Schweizer Fans, die am Samstag das WM-Quali-Spiel vor Ort mitverfolgen wollen, sollen deshalb ausreichend Bargeld in Euro mitnehmen. Dies empfiehlt die Reiseagentur Travelclub, die mit dem Schweizerischen Fussballverband zusammenarbeitet.

500 Schweizer Fans erwartet

Bancomaten spucken nur limitiert Bargeld aus; mit Kreditkarten kann hingegen regulär bezahlt werden. Insgesamt erwartet der SFV rund 500 Schweizer Fans, wie Kommunikationschef Marco von Ah auf Anfrage mitteilte. 320 Personen haben über die Reiseagentur des Fussballverbandes gebucht.

Keine Gefahr trotz Protesten

Wie sich die Situation nach dem Nein des Parlaments zur Zwangsabgabe am Dienstagabend entwickelt, ist noch ungewiss. Täglich kommt es in Nikosia zu Protestkundgebungen. Gefährlich ist die Lage für Touristen aber vorerst nicht.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

SRF zwei überträgt die Partie Zypern - Schweiz am Samstag ab 17.00 Uhr live.