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Fraser-Pryce läuft JWB Ditaji Kambundji überzeugt bei polnischer Premiere

Die Berner Hürdensprinterin Ditaji Kambundji hat sich beim ersten Diamond-League-Meeting in der polnischen Industriestadt Chorzow gut geschlagen. Etwas weniger überzeugen konnte 800-m-Läuferin Lore Hoffmann.

Das Meeting im südpolnischen Chorzow wurde als Ersatz für die ausgefallenen China-Meetings in die höchste Kategorie befördert. Es ist nach der polnischen Hammerwurf-Olympiasiegerin von 2000, Kamila Skolimowska, benannt.

Bei trüben und eher kühlen Bedingungen sorgte Shelly-Ann Fraser-Pryce mit einer Jahres-Weltbestzeit über 100 m (10,66 Sekunden) für das Highlight aus internationaler Sicht.

Die Schweizer Einsätze

  • Ditaji Kambundji

Die Bernerin zeigte in einem stark besetzten Rennen über 100 m Hürden eine gute Leistung. Zwar belegte die 20-Jährige unter 9 Läuferinnen nur Platz 8, ihre Zeit von 12,78 Sekunden lässt sich aber sehen: Ihre im WM-Halbfinal aufgestellte persönliche Bestleistung verpasste sie nur um 8 Hundertstel. In Abwesenheit von Weltrekordlerin Tobi Amusan (NGR) sicherte sich die Puertoricanerin Jasmine Camacho-Quinn in 12,34 den Sieg vor Kendra Harrison (USA, 12,37).

  • Lore Hoffmann

Die 26-jährige Walliserin musste sich über 800 m mit dem 8. und letzten Rang bescheiden. Obwohl es im Gegensatz zu Titelkämpfen in der Diamond League Tempomacherinnen gab, verpasste Hoffmann die Zweiminuten-Marke. In 2:00,76 Minuten blieb sie 88 Hundertstel über ihrer Saison- und mehr als zwei Sekunden über ihrer persönlichen Bestleistung. Ajee Wilson (USA) siegte in 1:58,28.

Auf der Bahn

  • 100 m Frauen

Das letzte Rennen des Tages war auch das beste: Weltmeisterin Shelly-Ann Fraser-Pryce senkte ihre eigene Jahres-Weltbestleistung um eine Hundertstel auf 10,66 Sekunden. Die 35-Jährige wies die Konkurrenz deutlich in die Schranken: Aleia Hobbs (USA) belegte in 10,94 Platz 2, Marie-Josée Talou (CIV) wurde in 11,00 Dritte.

    • 100 m Männer

    In einem Wettbewerb mit mässigen Zeiten setzte sich der amerikanische WM-Dritte Trayvon Bromell (9,95) vor Landsmann Marvin Bracy (10,00) und dem Jamaikaner Ackeem Blake (10,00) durch. Die Zeit von Namensvetter Yohan Blake scheint definitiv vorbei. Der 32-Jährige, der vor 10 Jahren in Lausanne 9,69 lief, wurde in 10,13 als 5. gestoppt.

    • 200 m Frauen

    Weltmeisterin Shericka Jackson (JAM) musste nicht an ihre Leistungsgrenze gehen, um sich in 21,84 überlegen den Sieg zu sichern. Shaunae Miller-Uibo (BAH) büsste mit 22,35 mehr als eine halbe Sekunde ein.

    • 400 m Frauen

    Die Niederländerin Femke Bol, die sich heuer auf die 400 m Hürden konzentriert hat und WM-Silber holte, lief ihr erstes Saisonrennen über 400 m flach – und siegte gleich mit Landesrekord (49,75 Sekunden). Zur Freude des eher spärlich aufmarschierten polnischen Publikums blieb auch die zweitklassierte Natalia Kaczmarek unter der 50-Sekunden-Marke (49,86).

    • 400 m Männer

    Weltmeister Michael Norman (USA) setzte sich wie schon an der WM überlegen vor dem Olympiasieger von 2012, Kirani James (Grenada), durch. In 44,11 Sekunden war der 24-Jährige gar noch 18 Hundertstel schneller als in Eugene.

    Im Oval

    • Stabhochsprung Männer

    Ohne Armand Duplantis' Soloshow wäre der Wettbewerb eine triste Angelegenheit geworden. Thiago Braz (BRA) und Renaud Lavillenie (FRA) scheiterten schon auf ihrer Anfangshöhe, die letzten Konkurrenten auf 5,83 Metern. Duplantis übersprang dann die 6,00 Meter sowie – allerdings erst im 3. Versuch – 6,10 Meter.

    • Hochsprung Frauen

    Das Niveau des Hochsprung-Wettbewerbs war nicht berauschend. Die Jahresbeste und Vizeweltmeisterin Jaroslawa Mahutschich (UKR) übersprang lediglich 1,92 Meter im 3. Versuch, blieb damit 12 Zentimeter unter ihrer Bestleistung und musste den Sieg der Usbekin Safina Sadullajewa überlassen (1,92 m im 1. Versuch).


    SRF zwei, sportlive, 6.8.2022, 16:00 Uhr;

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    5 Kommentare

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    • Kommentar von Monika Denth  (Denth)
      Dass Ditaji Kambundji bei ihrem Lauf "überzeugt" hätte, dafür braucht es aber schon einige Fantasie. Sind wir jetzt schon so weit einen einen achter Platz wie ein Sieg zu würdigen? Wir sind tatsächlich bescheiden geworden. Ist doch nicht der Rede wert!
      1. Antwort von Alex Schönenberger  (LGA)
        Für eine 20-jährige ist dies eine überzeugende Zeit welche Ditaji gelaufen ist. Sie befindet sich auf dem Weg zur erweiterten Weltspitze, diese Leistung kann man wie im Beitrag von SRF würdigen, oder wie in ihrem unqualifizierten Kommentar klein reden, ich bevorzuge ersteres. Bravo Ditaji, weiter so!
      2. Antwort von Peter Varrin  (Peter V.)
        Es ist anzunehmen dass Sie in Ihrem Bereich kaum so erfolgreich sind wie die 20ig jährige Bernerin. Anders ist Ihr Post nicht zu erklären.
      3. Antwort von Roland Moeri  (Gascoigne)
        Bescheiden ist auch Ihre Grammatik… im übrigen tolle Leistung von Ditaji!
      4. Antwort von Manuela Aschwanden  (Masch)
        Laufen Sie mal so ein Rennen und posten dann Ihre Zeit dazu!